Braunschweig (dapd). Am 27. Juni soll die erste Verhandlung stattfinden.
Zu den Braunschweiger Klagen kommt mindestens ein weiteres Verfahren beim Landgericht Stuttgart über zwei Milliarden Euro und mindestens eine Klage in den USA hinzu. Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Ex-Manager von Porsche.
Bei dem letztendlich gescheiterten Übernahmeversuch von VW durch Porsche hatte es 2008 und 2009 extreme Ausschläge des VW-Aktienkurses gegeben. Dadurch verloren viele Anleger hohe Summen.
Porsche unter Leitung des damaligen Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking hatte damals auf Kredit VW-Aktien angehäuft und sich gleichzeitig über Optionsgeschäfte Zugriff auf noch mehr VW-Anteile gesichert. Viele Anleger wetteten dagegen auf fallende Kurse der VW-Aktie und verloren ihr Geld, als das Papier von knapp über 100 Euro zeitweise auf über 1.000 Euro stieg.
Geschädigte Anleger werfen nun Porsche unvollständige Information über die Kaufpläne vor. Porsche verlor am Ende hoch verschuldet den Kampf und ist inzwischen Teil des VW-Konzerns.
Bei den vier Braunschweiger Klagen geht es um Folgendes:
- Eine Schweizer Anlagegesellschaft fordert 1,57 Millionen Euro von der Porsche SE.
- Die Berliner Inkassogesellschaft ARFB, die eventuelle Ansprüche von institutionellen Investoren erworben hat, klagt auf 351 Millionen Euro gegen Porsche.
- Im dritten Verfahren klagt ebenfalls ARFB gegen Porsche und die Volkswagen AG. Hier geht es um rund 1,8 Milliarden Euro.
- Das vierte Verfahren führt ein Privatanleger gegen Porsche und eine Frankfurter Bank auf 3,1 Millionen Euro Schadenersatz.
dapd


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