'Im Topf sind 100.000 Euro': Die Volkssolidarität hat in Dresden erstmals eine eigene Stiftung gegründet. 'Im Topf sind 100.000 Euro', sagte der Vorsitzende der Dresdner Volkssolidarität, Werner Schnuppe, am Montag. Damit sollen künftig solche soziale Projekte langfristig abgesichert werden, die bislang nur befristet von Bund, Land oder Kommune gefördert wurden und danach zumeist ausliefen.
Vergrößern 'Im Topf sind 100.000 Euro' | Bild: © dapd

Dresden (dapd-lsc). Zudem solle das Geld in neue Projekte der Alten- oder Kinderhilfe fließen.

'Damit geht von Dresden wie vor 65 Jahren erneut ein starkes Signal aus', sagte Schnuppe. Am 17. Oktober 1945 war die Volkssolidarität in Dresden gegründet worden. Sie gilt inzwischen als der größte Wohlfahrtsverband Ostdeutschlands, der in allen neuen Bundesländern und Berlin vertreten ist. 'Weitere Volkssolidaritäts-Vereine können sich an dem Modellprojekt beteiligen', sagte Schnuppe. Außerdem würden private Förderer gesucht, um die Stiftungssumme zu erhöhen. Willkommen seien Schenkungen, testamentarische Verfügungen oder Spenden.

Mit dem Geld will die Volkssolidarität beispielsweise das betreute Wohnen in Dresden ausbauen. 'Unsere Wartelisten sind lang, es gibt in diesem Bereich einen großen Bedarf', sagte Schnuppe. Zudem solle Geld in den Bau oder die Übernahme von Kindertagesstätten fließen. Die Volkssolidarität betreibt nach eigenen Angaben die größte Kindertagesstätte in Dresden mit 300 Plätzen. Fünf neue Kita-Projekte seien angedacht.

Die Dresdner Volkssolidarität hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben einen Umsatz von 15,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vorjahr waren es 14,5 Millionen Euro. Mehr als 7.500 Mitglieder gehören dem Dresdner Verein an. Die Volkssolidarität betreibt Wohnheime, Kontakt- und Beratungsstellen, Obdachlosenhilfe, Frauenhäuser, Schuldnerberatungen oder Suppenküchen sowie Kindertagesstätten.

dapd