Die IG Metall will mit den Arbeitgebern in der Tarifrunde zudem eine Vereinbarung für faire Leiharbeit erzielen und ältere Arbeitnehmer entlasten.
«Vom Profit des Aufschwungs müssen alle Beschäftigten profitieren. In der Krise ist es uns gelungen, Jobs und Einkommen zu sichern. Nach diesem erfolgreichen Krisenmanagement muss sich zeigen, ob auch ein gutes Aufschwungmanagement mit den Stahl-Arbeitgebern geht», sagte der nordrhein-westfälische IG-Metall-Bezirksleiter Oliver Burkhard.
Bei den Gesprächen gehe es aber nicht nur um prozentuale Einkommenssteigerungen, hieß es. So will die IG Metall für die über 3000 Leiharbeiter in der Stahlindustrie die Gleichstellung per Tarifvertrag absichern. «In der Stahlindustrie darf es keine zwei Klassen von Beschäftigten geben. Wer als Leiharbeitnehmer in den Betrieb geholt wird, muss für gleiche Arbeit auch gleiches Geld bekommen», betonte Burkhard.
Der Arbeitgeberverband Stahl hält die Gehaltsforderungen der Gewerkschaft jedoch für «nicht erfüllbar». Die IG Metall lasse außer Acht, «dass die Produktion im vergangenen Jahr um 30 bis 50 Prozent eingebrochen ist», sagte Helmut F. Koch, Vorsitzender des Arbeitgeberverbands. Zudem sei die Zahl der Leiharbeitnehmer in der Stahlindustrie mit weniger als drei Prozent so niedrig, dass für eine gesonderte Tarifregelung kein Bedarf bestehe.
Der derzeitige Tarifvertrag endet am 31. August. Die erste Tarifverhandlung beginnt am 6. September in Gelsenkirchen.
ddp


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