Mit Beginn der Frühschicht um 6.00 Uhr hätten knapp 1000 Mitarbeiter aus insgesamt acht Hamburger Kliniken ihre Arbeit niedergelegt und sich dann ab 7.30 zu einer Kundgebung vor dem UKE versammelt. Ein Sprecher des Krankenhausarbeitgeberverbands Hamburg (KAH) bezifferte die Streikteilnehmer hingegen auf höchstens 250 Beschäftigte.

Hintergrund des Warnstreiks sind die aktuellen Tarifverhandlungen zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem KAH. Die Arbeitnehmerseite hatte zuletzt 3,5 Prozent mehr Lohn, einen Sockelbetrag von 50 Euro und Zulagen für besonders qualifizierte Mitarbeiter gefordert. Der KAH hatte dieses Angebot jedoch zunächst abgelehnt. Am Mittwoch sollen die Tarifverhandlungen fortgesetzt werden. Der KAH-Sprecher sagte, der Verband habe dafür ein Angebot vorbereitet, das den Arbeitnehmern sehr entgegenkomme.

Keinen Tarifvertrag gibt es hingegen für die Mitarbeiter des Diakonie-Klinikums, das nicht im KAH vertreten ist. Hier soll es laut Rekittke zuletzt zu einem Streit zwischen der Gewerkschaft und der Krankenhausleitung gekommen sein. Die Krankenhausleitung habe ihren Mitarbeitern mitgeteilt, dass ihnen das Streiken rechtlich untersagt sei, hieß es. «Wir haben heute bewiesen, dass wir trotzdem streiken können», sagte Rekittke.

ddp/cjt/kos