HSV weiter in Europa League - Bremen raus: Der Traum in Hamburg geht weiter, Bremen ist draußen. Die beiden hanseatischen Bundesligisten gingen in der Europa League durch ein Wechselbad der Gefühle, über ein Happy End konnte nur der HSV jubeln.
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Die Hamburger unterlagen in ihrem Achtelfinal-Rückspiel beim RSC Anderlecht zwar mit 3:4 (1:2), stehen dank des 3:1-Hinspielerfolgs aber in der Runde der letzten Acht und dürfen weiter vom Endspiel im eigenen Stadion träumen. Für den Vorjahresfinalisten aus Bremen war dagegen nach einem spektakulären 4:4 (1:3) gegen den FC Valencia Endstation. Der deutsche Meister VfL Wolfsburg erreichte gegen Rubin Kasan ein 1:1 nach 90 Minuten und musste damit gegen den russischen Meister in die Verlängerung.

In Brüssel sah es für den Hamburger SV bis kurz vor der Pause nach einem entspannten Abend aus. Nationalspieler Jerome Boateng hatte die Hanseaten in Führung gebracht (42.). Doch Anderlecht drehte die Partie durch die Tore von Romelu Lukaku (44.) und Matias Suarez (45.+3) per Foulelfmeter noch vor dem Seitenwechsel. Marcell Jansen (54.) traf zum vermeintlich beruhigenden 2:2, aber das Unentschieden hielt nur zwölf Minuten. Lucas Biglia (59.) und Moubarak Boussoufa (66.) ließen das Team von Trainer Bruno Labbadia wieder zittern. Erst Mladen Petric (75.) sorgte für die endgültige Entscheidung.

Nichts für schwache Nerven war auch Bremens Duell gegen Valencia. Mit einem guten 1:1 aus dem Hinspiel ging Werder in die Partie, doch schon nach einer Viertelstunde drohte das Aus: David Villa (2.) und Juan Manuel Bata (15.) verpassten dem Vorjahresfinalisten einen doppelten Nackenschlag, nach dem Anschlusstreffer durch Hugo Almeida (26.) stellte der überragende Nationalspieler Villa Sekunden vor der Pause den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. In einer fulminanten Partie kamen die Bremer nach der Pause durch einen Foulelfmeter von Torsten Frings (57.) und Marko Marin (62.) wieder heran und auch die erneute Führung durch Villa (65.) konnten Claudio Pizarro egalisieren (84.).

Trotz eines finalen Aufbäumens reichte es für das Team von Trainer Thomas Schaaf nicht mehr zum fünften Treffer. Am Ende war es aber vor allem eine desaströse Abwehrleistung der Bremer, die gegen die quirligen Gäste kein Mittel fand. «Wir haben die Gegentore zu leicht kassiert», räumte Frings ein und Coach Schaaf unterstrich: «Die entscheidenden Dinge im Fußball sind, dass man Tore schießt und verhindert - beidem sind wir nicht gerecht geworden.»

Hamburg (dpa)