Der 55-Jährige hatte sich E-Mail-Konten bei verschiedenen Firmen eingerichtet und deren Dienstleistungen über ein virtuelles Büro in Anspruch genommen. Er erstellte Firmenschreiben und Faxvorlagen und nutzte diese, um sich über seinen Laptop oder Internetcafes Hotelzimmer zu reservieren. Die Masche flog auf, weil eine in Nordrhein-Westfalen ansässige Firma, als dessen Mitarbeiter sich der Mann ausgegeben hatte, dessen Vorgehen durchschaute.
Der Mann gab laut Polizei bei seiner Festnahme die Taten zu. Er befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Der ehemals Selbstständige erklärte, nach dem Tod seiner Mutter in finanzielle Bedrängnis geraten und in einer Obdachlosenunterkunft in München gelandet zu sein. Hier habe er unter keinen Umständen bleiben wollen und sei so auf die Idee gekommen, sich in Hotels einzumieten. Er nannte der Polizei 46 Städte in ganz Deutschland, in denen er ohne Bezahlung übernachtete.
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