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ESSEN - Der Spezialchemiekonzern Evonik will sein Geschäft mit Kieselsäuren durch einen Zukauf stärken

vor 22 Stunden veröffentlicht

Evonik kauft Kieselsäure-Geschäft von JM Huber für 630 Millionen Dollar. Wie der MDax-Konzern am Freitag mitteilte, soll das entsprechende Geschäft von der Familiengesellschaft JM Huber aus den USA für 630 Millionen US-Dollar übernommen werden. Die Synergien beziffert Evonik mittelfristig auf etwa 20 Millionen US-Dollar. Stimmen die Behörden zu, sei im zweiten Halbjahr 2017 mit einem Abschluss der Transaktion zu rechnen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet.

Nur in Nordamerika gebe es nennenswerte Überschneidungen, hieß es. Während Evonik bei industriellen Anwendungen führend sei, sei JM Huber bei medizinischen Anwendungen und Zahnpasta stark. Evonik ist bereits heute einer der ganz großen Produzent von Kieselsäure. Das Material wird vielseitig eingesetzt. Es findet sich etwa in Zahnpasta aber auch in Reifen sowie zahlreichen Lacken und Farben.Das Kieselsäuregeschäft von JM Huber soll den Angaben zufolge in diesem Jahr einen Umsatz von fast 300 Millionen US-Dollar und einen bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 60 Millionen Dollar erreichen.