Historikerkommission - Ergebnisse zu Stasi-Unterwanderung der Berliner Polizei im Sommer: Die Historikerkommission zur Untersuchung der Unterwanderung der West-Berliner Polizei durch die Stasi wird voraussichtlich im Sommer ihre Ergebnisse präsentieren. Erst wenn Resultate vorlägen, könne darüber entschieden werden, ob es weitere Untersuchungen oder Überprüfungen geben müsse, sagte Polizeipräsident Dieter Glietsch der Nachrichtenagentur ddp.
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Mit der Untersuchung der Unterwanderung der West-Berliner Polizei wurde der Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin beauftragt. Ein Anlass dafür war das Bekanntwerden der Spitzeltätigkeit des West-Berliner Polizisten Karl-Heinz Kurras, der 1967 den Studenten Benno Ohnesorg erschossen hat.

Glietsch sagte, er habe im Juni davon erfahren, dass es bei der Birthler-Behörde ein Aktenkonvolut von 180 Bänden über operative Vorgänge bei der West-Berliner Polizei gebe, die noch nicht systematisch erforscht und ausgewertet worden seien. Dafür sei ein Jahr Zeit notwendig, worauf das Forschungsprojekt auch ausgerichtet sei. Die Kosten trage zum Großteil die Berliner Polizei.

Dem Polizeipräsidenten zufolge ist es möglich, dass die Historiker beim Studium der Akten über die Organisation und den Aufbau der Behörde auch auf Hinweise zu weiteren West-Berliner Polizisten stoßen, die für die DDR-Staatssicherheit tätig gewesen sein könnten. Daraus könne sich die Notwendigkeit zu weiteren Untersuchungen ergeben.

Berlin (ddp-bln)