Die HHLA-Aktie rutschte nach einem anfänglichen Kurssprung in die Verlustzone. Am Morgen lag das Papier mit 1,61 Prozent im Minus bei 25,61 Euro und gehörte damit zu den schwächsten Werten im MDax.
BOOM DANK FERNOST-GESCHÄFT
Experten bewerteten die Zahlen unterschiedlich: Im Schnitt hatten sie mit etwas mehr Gewinn und etwas weniger Umsatz gerechnet. Analyst Stefan Kick von Silvia Quandt Research sieht die Aussichten des Unternehmens positiv. Auch wenn bei der Vertiefung der Elbe weitere Verzögerungen drohten, überwögen dank der guten geografischen Lage der Stadt die Stärken des Hamburger Hafens.
Im vergangenen Jahr profitierte die HHLA vor allem von dem brummenden Geschäft auf den Strecken nach Osteuropa und Fernost. "Unser Unternehmen hat das kräftige Wachstum in Asien und Osteuropa sowie die gute wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland genutzt, um seine Marktposition erneut zu verbessern", sagte Vorstandschef Klaus-Dieter Peters.
Der Containerumschlag wuchs um mehr als ein Fünftel auf 7,1 Millionen Standardcontainer (TEU). Der Hinterlandverkehr legte um elf Prozent auf 1,9 Millionen Container zu - begünstigt von dem verstärkten Verkehrsangebot nach Tschechien und Polen.
KONJUNKTUR FORDERT TRIBUT
Allerdings machte sich die schwächere Konjunktur zum Jahreswechsel auch bei der HHLA bemerkbar: So musste die Gesellschaft in der Fruchtlogistik und dem Intermodalverkehr per Zug und Lkw im vierten Quartal Abschreibungen von zehn Millionen Euro vornehmen.
Einschließlich des nicht an der Börse notierten Immobiliengeschäfts kam der HHLA-Konzern auf einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro (plus 14 Prozent) und ein Betriebsergebnis von 205 Millionen Euro (plus 6 Prozent). Die endgültigen Zahlen einschließlich des Konzernergebnisses und einer Prognose für 2012 will das Unternehmen am 30. März veröffentlichen.


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