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Herzpatient lebt seit fünf Jahren mit implantierbarem Herzunterstützungssystem

06.08.08 | 13:20 Uhr

Berlin (ots) - Ein 64-Jähriger aus Frankreich ist der weltweit am längsten mit dem implantierbaren Herzunterstützungssystem INCOR® unterstützte Patient: Bereits seit fünf Jahren lebt der Franzose mit dem System. Der damals 59-jährige Jean-Pierre Offe litt im August 2003 ...

Berlin (ots) - Ein 64-Jähriger aus Frankreich ist der weltweit am längsten mit dem implantierbaren Herzunterstützungssystem INCOR® unterstützte Patient: Bereits seit fünf Jahren lebt der Franzose mit dem System.

Der damals 59-jährige Jean-Pierre Offe litt im August 2003 an Herzversagen im Endstadium. Sein Herz war durch die schlechte Durchblutung des Herzmuskels und nach zwei Herzinfarkten so geschwächt, dass es den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgen konnte. Aus medizinischen Gründen war Herr Offe kein Kandidat für eine Herztransplantation, benötigte aber dringend Unterstützung für sein schwer erkranktes Herz.

Daher entschieden sich die Ärzte an der Universitätsklinik CHU Henri Mondor in Paris-Créteil, Frankreich, Herrn Offe ein mechanisches Herzunterstützungssystem einzusetzen. Sie wählten das implantierbare INCOR der deutschen Firma Berlin Heart. Professor Daniel Loisance, Leiter der Herzchirurgie, führte die Implantation durch. "Wir haben uns für INCOR entschieden, da das System ideal für die Langzeit-Anwendung geeignet ist und sich gut in den Alltag des Patienten einfügt. Gerade für Patienten, die lange auf ein Spenderherz warten müssen oder eine dauerhafte Herzunterstützung benötigen, sind das entscheidende Kriterien", so Professor Loisance.

INCOR ist deshalb so gut für die Langzeit-Anwendung geeignet, weil der axiale Rotor, der einzige bewegliche Teil der Pumpe, magnetisch gelagert und damit völlig verschleißfrei ist. "Diese patenrechtlich geschützte Technologie macht die Pumpe weltweit einzigartig", so Dr. Johannes Müller, Geschäftsführer der Berlin Heart GmbH.

Nach der Implantation erholte sich Herr Offe gut und konnte drei Wochen später nach Hause entlassen werden. Nur alle drei Monate besucht er für ambulante Kontrolluntersuchungen die Klinik. Inzwischen ist er im Ruhestand und genießt das Leben mit seiner Frau, seinen vier Kindern und sieben Enkelkindern. Über sein Leben mit dem System sagt er: "Vor der Implantation ging es mir sehr schlecht und ich hatte kaum Überlebenschancen. Inzwischen geht es mir viel besser, ich komme gut mit dem System zurecht und führe ein aktives Leben. Ich mache Besorgungen, arbeite im Garten und bin kürzlich mit meiner Frau nach Berlin gereist."

Zu dieser Reise hatte Berlin Heart zur Feier des besonderen Jubiläums eingeladen. Herr und Frau Offe erhielten bei einem Firmenbesuch Einblick in die Entwicklung, Produktion und Qualitätsstandards der Hightech-Pumpe. Besonders beeindruckt war Herr Offe davon, mit wie viel Handarbeit die Pumpe hergestellt wird. "Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, wie viel Arbeit in die Herstellung der Systeme fließt und wie streng die Qualität überwacht wird. Dadurch habe ich noch mehr Vertrauen in meine Pumpe."

Über Herzversagen und Herzunterstützungssysteme

Herzversagen ist in Europa und den USA die häufigste Todesursache. Bei Herzversagen im Endstadium ist der Patient medikamentös austherapiert und benötigt eine Herztransplantation. Da Spenderherzen knapp sind und die Wartezeit darauf lang ist, werden immer mehr Menschen mit mechanischen Herzunterstützungssystemen bis zur Transplantation unterstützt. Bei Patienten, die kein Spenderherz bekommen können, werden Herzunterstützungssysteme auch zur dauerhaften Unterstützung eingesetzt.

Über INCOR®

INCOR ist ein implantierbares Herzunterstützungssystem für die linke Herzkammer bei Erwachsenen. Der axiale Rotor der Pumpe schwebt durch seine patentierte Magnetlagerung berührungsfrei in der Pumpe und ist damit völlig verschleißfrei. Die Pumpe wird unmittelbar unter dem Herzen implantiert und durch Kanülen mit der linken Herzkammer und der Aorta verbunden. Betrieben wird die Pumpe mit einer Steuereinheit und zwei Akkus, die über ein Kabel mit der Pumpe verbunden sind. Der Patient führt das Antriebssystem in einer Tragetasche mit sich und ist damit bis zu acht Stunden mobil. Seit Juni 2002 wurde das System in 41 Kliniken in 16 überwiegend europäischen Ländern eingesetzt. Seither wurden über 400 Patienten mit dem System unterstützt, einige für mehrere Jahre.

Über Berlin Heart

Die Berlin Heart GmbH ist weltweit das einzige Unternehmen, das implantierbare und externe Herzunterstützungssysteme für Patienten jeder Körpergröße und Altersgruppe entwickelt, produziert und vertreibt. Die Systeme dienen zur mechanischen Herzunterstützung bei Patienten, die an schwerem Herzversagen im Endstadium leiden. EXCOR und INCOR sind in ihren jeweiligen Segmenten in Deutschland und Europa marktführend. Das seit 1996 tätige Unternehmen hat über 180 Mitarbeiter und ist in Berlin ansässig.

INCOR ist nicht in den USA zugelassen. EXCOR befindet sich zur Zeit in einer klinischen Studie für die Anwendung bei pädiatrischen Patienten in den USA.

Quelle: Berlin Heart

Originaltext: Berlin Heart AG Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/63857 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_63857.rss2

Pressekontakt: Kontakt und Bildmaterial: Linda Buerk Manager Marketing & PR Berlin Heart GmbH Telefon: +49 (0)30 8187-2650 Mobil: +49 (0)173 629 0803 buerk@berlinheart.de


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