DJ HeidelbergCement will Zinsaufwand senken - BöZ FRANKFURT (Dow Jones) Der Zement- und Betonhersteller HeidelbergCement ist zuversichtlich, in den Verhandlungen mit seinen Gläubigerbanken über eine neue Kreditvereinbarung günstigere Konditionen aushandeln zu können. "Wir sind jetzt in Vorgesprächen und glauben, dass wir eine gute Verhandlungsposition haben", sagt Finanzvorstand Lorenz Näger im Interview mit der Börsen-Zeitung (BöZ/Samstagausgabe). "Wir wollen den Kreis der Banken deutlich reduzieren." Der MDax-Konzern hatte sich im Juni vergangenen Jahres mit mehr als 50 Banken auf eine Refinanzierung der bestehenden Verbindlichkeiten geeinigt. Von den Gläubigern gebe es derzeit keinen Druck, weitere Unternehmensteile zu verkaufen. "Wir haben ja den Banken innerhalb der letzten 18 Monate über 7 Mrd EUR zurückgezahlt", sagt Näger. "Das ist sicherlich ein Betrag, der die Erwartungen der Banken im Rahmen der Refinanzierung im vergangenen Jahr deutlich überstiegen hat". Das US-Betonröhrengeschäft will der Konzern behalten. "Wir glauben, der richtige Weg ist, alles, was mit Zement, Zuschlagstoffen und Beton zu tun hat, zu behalten", sagt er weiter. Das Geschäft mit Baumaterialien (Building Products) in den USA, Kanada und Großbritannien steht dagegen nach wie vor zum Verkauf. "Wir befinden uns in einem sehr schwierigen, von den Käufern bestimmten Markt", erklärte der Manager weiter. "Wir wollen jetzt auch warten, bis sich die Situation deutlich gebessert hat. Dann werden wir das noch einmal überprüfen". Vor der Krise habe es Angebote und Gespräche gegeben, die dann aber schnell beendet worden seien. Seitdem habe sich keine neue Möglichkeit aufgetan. Webseite: http://www.boersen-zeitung.de

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