Hauen und Stechen in der polnischen Rechten: Die wechselseitigen Attacken in der krisengeschüttelten polnischen Rechten finden kein Ende. Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski machte in einem Brief an die Mitglieder seiner nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PIS) eine Handvoll „Verschwörer“ für die Wahlniederlage im Oktober verantwortlich, wie die Zeitung 'Gazeta Wyborcza' am Montag berichtete.
Vergrößern Hauen und Stechen in der polnischen Rechten | Bild: © dapd

Warschau (dapd). Die wechselseitigen Attacken in der krisengeschüttelten polnischen Rechten finden kein Ende. Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski machte in einem Brief an die Mitglieder seiner nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PIS) eine Handvoll 'Verschwörer' für die Wahlniederlage im Oktober verantwortlich, wie die Zeitung 'Gazeta Wyborcza' am Montag berichtete.

'Sie haben seit Langem ein Komplott geschmiedet und wollten die Macht in der PIS übernehmen', schrieb Kaczynski über die Europa-Abgeordneten Zbigniew Ziobro und Jacek Kurski. Beide haben gemeinsam mit rund zwei Dutzend ehemaligen PIS-Abgeordneten die Gründung einer neuen Rechtspartei unter dem Namen Solidarisches Polen eingeleitet.

Zuvor waren die 'Verräter' auf Kaczynskis Initiative hin am vergangenen Freitag endgültig aus der PIS ausgeschlossen worden. Ziobro und Kurski ihrerseits machen Kaczynski dafür verantwortlich, dass die polnische Rechte seit 2007 sechs Wahlen in Folge verloren hat. Er führe in der PIS ein Regiment wie Diktator Kim Jong Il in Nordkorea, sagte Kurski über Kaczynski.

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