Für die Kirchen seien die Weihnachtsgottesdienste eine große Chance, Menschen zu erreichen, sagte Käßmann. «Menschen brauchen eben doch Kirche», sagte sie. Auch die Trauerfeier für den früheren Fußballnationaltorhüter Robert Enke in Hannover habe gezeigt, dass Menschen in Worten und Ritualen Halt suchten, die älter sind als sie selbst. «Wenn ein paar Tausend Menschen gemeinsam in das Vaterunser einstimmen, weil sie in ihrer Betroffenheit nichts anderes herausbringen können, ist das sehr bemerkenswert», sagte Käßmann. Es habe sie erstaunt, wie viele von der Endlichkeit des Lebens schockiert seien. «Das zeigt, dass wir oft ohne den Gedanken leben, dass wir sterben müssen», sagte Käßmann.
ddp/roy

























