Hamburger - HSV nur 2:2 im Nord-Derby in Hannover
08.11.09 | 19:41 UhrBruno Labbadia fühlte sich nach dem Spiel um die Früchte der Arbeit betrogen. Der Trainer des Hamburger SV schimpfte auf Schiedsrichter Jochen Drees, der den meckernden HSV-Coach in der hektischen Schlussphase auf die Tribüne schickte und einen umstrittenen Foulelfmeter gegen die Hamburger verhängte.
«Ich habe mich sehr geärgert, auch für die Mannschaft, die unfair behandelt wurde. Ein Spieler kann sich doch nicht auflösen», kommentierte der aufgebrachte Trainer die Szene, die die fast schon sicher geglaubten drei Punkte und den Ein-Punkte- Abstand zu Tabellenführer Bayer Leverkusen kostete.
Allerdings waren nicht alle HSV-Profis der Meinung ihres Trainers. «Ich muss dem Schiedsrichter recht geben. Der Arm geht raus, der Elfer ist korrekt«, kommentierte Marcell Jansen den Zweikampf seines Teamkollegen Tomas Rincon mit 96-Stürmer Jiri Stajner in der 86. Minute. Der vermeintliche «Sündenbock» Rincon widersprach: «Das war kein Elfer. Ich habe nur dagestanden, und dann läuft er in mich rein», sagte der eingewechselte Verteidiger. Und selbst 96-Trainer Andreas Bergmann sprach von einem «vermeintlichen Elfmeter»: «Man kann ihn vielleicht geben, ich würde aber sagen, eher weniger.»
Der angeblich gefoulte Stajner blieb in der erregten Atmosphäre cool. Zwei Minuten musste er warten, ehe er antreten durfte und HSV- Torhüter Frank Rost verlud. «Die rechte obere Ecke war gewollt», kommentierte der Tscheche trocken seinen Treffer zum Endstand. Vor 49 000 Zuschauern in der erstmals in dieser Saison ausverkauften AWD- Arena hatten zuvor Marcell Jansen (15.) und der überragende Eljero Elia (44.) für die Gäste getroffen. 96-Stürmer Didier Ya Konans (25.) gelang per Kopf nach einer Ecke der zwischenzeitliche Ausgleich, als die HSV-Abwehr wie schon so häufig in dieser Saison bei einer Standardsituation schlief.
«Wir haben keine Chance aus dem Spiel zugelassen, müssen aber die Schuld bei uns suchen. Wir haben uns nicht belohnt und den Sack nicht zugemacht», haderte Labbadia über das vierte sieglose Bundesliga- Spiel in Folge. Sein Schachzug, Eljero Elia und Tunay Torun als neues Sturmduo aufzubieten, ging nicht ganz auf. «Sie haben das exzellent gemacht», lobte Labbadia seine beiden Angreifer dennoch. Die wirbelten die teilweise überforderte 96-Abwehr gehörig durcheinander, doch mehr als zwei Tore sprangen trotz zahlreicher Chancen nicht dabei heraus.
«Uns fehlte in den letzten 15 Minuten die Ruhe und Ballsicherheit», gab Jansen zu. Trotz der momentanen Schwächphase, die «irgendwann mal kommen muss», sieht er das HSV-Team vor der zweiwöchigen Länderspielpause im Soll. Das trifft auch für Hannover 96 zu, das gegen den «Lieblingsgegner» erneut punktete und seit drei Partien unbesiegt ist. «Wir wussten, dass die Hamburger kräftemäßig am Schluss nachlassen», kommentierte Sergio Pinto den erfolgreichen Endspurt seines Teams.
Hannover (dpa)
Url zum Artikel: http://www.ad-hoc-news.de/hamburger-hsv-nur-2-2-im-nord-derby-in-hannover--/de/Sport/20684689
drucken
versenden
Bookmark
Der Hamburger SV hat durch das 2:2 (2:1) bei Hannover 96 wertvollen Boden auf Spitzenreiter Bayer Leverkusen verloren.
Der Hamburger SV hat durch das 2:2 (2:1) bei Hannover 96 wertvollen Boden auf Spitzenreiter Bayer Leverkusen verloren.
Bildergalerie
Kurse stehen in Realtime zur Verfügung |
Kurse werden 15 Minuten verzögert angezeigt |
Kurse zum Börsenschluss
Thema des Tages
Mappus und Oettinger CDU-Fraktionschef - Mappus löCDU-Fraktionschef - Mappus löst Oettinger an Spitze der Südwest-CDU ab
Aktien
€€€€Kurs fallend




















