Laut polizeilicher Kriminalstatistik wurden 2009 insgesamt 236 824 Delikte registriert. Das sind 0,2 Prozent mehr als 2008. Die Aufklärungsquote stieg um 2,2 Punkte auf 47,7 Prozent.
Bei Diebstahls- (minus 5 Prozent) und Rauschgiftdelikten (minus 10,8 Prozent) gab es Rückgänge. Die Straftaten rund ums Auto sanken den Angaben zufolge mit 21 315 Fällen auf den niedrigsten Stand seit 1975. Ebenso rückläufig waren trotz der Zunahme von Fahrzeugbränden die Brandstiftungen (minus 8,6 Prozent) und die Sachbeschädigungen (minus 1,1 Prozent).
Rückläufig sind auch die Fallzahlen bei den vorsätzlichen Tötungsdelikten. Nach 77 Taten im Jahr 2008 wurden im vergangenen Jahr 61 derartige Fälle registriert.
Dagegen nahm die Gewaltkriminalität um 728 auf 9574 Delikte zu. Auch die zur Gewaltkriminalität zählenden Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung stiegen deutlich (plus 14,8 Prozent), rund zwei Drittel davon wurden im öffentlichen Raum auf Straßen, Wegen oder Plätzen begangen.
SPD-Innenexperte Andreas Dressel warf dem Innensenator angesichts der Entwicklung der Gewaltdelikte «massive Schönrednerei» vor. 2009 seien fast 900 Menschen mehr Opfer schwerer Gewalt geworden als im Vorjahr. Und binnen drei Jahren seien die schweren und gefährlichen Körperverletzungen auf Wegen, Straßen und Plätzen um 37,8 Prozent gestiegen, sagte Dressel.
Mit Blick auf die Kriminalitätsentwicklung in Bus und Bahn sprach der SPD-Politiker von einer besorgniserregenden Entwicklung. In der Antwort des Senats auf eine SPD-Anfrage hatte der schwarz-grüne Senat einräumen müssen, dass die Zahl der Gewaltdelikte in U-Bahnen und Bussen 2009 um 17,1 Prozent zugenommen hatte.
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