Die Diebe nähmen die Schließfachschlüssel mit nach Hause, um sich ihre persönlichen Garderobenfächer für den nächsten Bibliotheksbesuch zu reservieren. Dadurch seien nicht genügend Garderobenplätze für andere Benutzer vorhanden, hieß es.
Um weiterem Schlüsseldiebstahl entgegenzuwirken, sollen den Angaben zufolge Ende Mai 500 Garderobenfächer mit einer Vorrichtung für Vorhängeschlösser versehen werden. Die Bibliotheksbenutzer könnten die Vorhängeschlösser gegen Pfand ausleihen oder selbst mitbringen, sagte die Sprecherin. Bei Bibliotheksschließung noch verschlossene Fächer würden «ohne Wenn und Aber aufgebrochen». Um zur Entlastung der Garderobensituation beizutragen, soll im Herbst zudem der Ausstellungsraum im Foyer zu einer weiteren Garderobe umgebaut werden.
Das im Oktober in Berlin-Mitte eröffnete Grimm-Zentrum verzeichnet derzeit einen unerwartet hohen Besucherandrang. Die Situation habe sich noch verschärft, seit das Hauptmagazin der Staatsbibliothek in der Potsdamer Straße wegen Asbestsanierungen geschlossen worden sei, hieß es. Bereits Anfang Mai waren drei von sieben Etagen für Benutzer gesperrt worden, die nicht der HU angehören.
ddp


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