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"Gewerkschaften gegen Dividende fĂŒr Lufthansa-Eigner"

FRANKFURT/KÖLN (dpa-AFX) - Kurz vor der Lufthansa-Hauptversammlung haben sich Arbeitnehmervertreter gegen die geplante DividendenausschĂŒttung gewandt. "Man kann nicht auf der einen Seite vom Personal 500 Millionen Euro Sparbeitrag verlangen und auf der anderen Seite an die Anteilseigner Geld ausschĂŒtten", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Das sei eine "absolute Schieflage".

Die Kabinengewerkschaft Ufo kĂŒndigte an, auf der Hauptversammlung am Dienstag in Köln fĂŒr die von ihr vertretenen AktionĂ€re dem Vorstand die Entlastung zu verweigern. Der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies sprach im Zusammenhang mit der geplanten Dividende von "sozialer KĂ€lte" und "falscher Priorisierung".

Das Unternehmen hat der Hauptversammlung eine Dividende von 25 Cent je Aktie empfohlen, obwohl die Gesellschaft im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Verlust von 13 Millionen Euro verzeichnet hat. KĂŒnftig wĂŒrden Belastungen durch die abgestoßene British Midland (BMI) nicht mehr anfallen, hieß es zur Rechtfertigung. Insgesamt sollen 114,5 Millionen Euro ausgeschĂŒttet werden. Im Zuge des Sparprogramms "Score" verlangt Lufthansa-Chef Christoph Franz von der Belegschaft einen Sparbeitrag, der die jĂ€hrlichen Kosten um 500 Millionen Euro senken soll.

Beide Gewerkschaften forderten Franz auf, ein klares Konzept zur Zukunft des Unternehmens vorzulegen. Alle Beteiligten mĂŒssten dazu BeitrĂ€ge leisten, sagte Behle. FĂŒr die AktionĂ€re bedeute dies, dass sie auch mal auf eine AusschĂŒttung verzichten mĂŒssten. Über das Zukunftskonzept des Vorstands klagte Behle: "Wir wissen nicht, wo die Lufthansa hinwill."

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