Gewerkschaft setzt Warnstreiks im Nahverkehr aus: Die Gewerkschaft ver.di hat die für Mittwoch (23. Juni) geplanten Warnstreiks im saarländischen Nahverkehr abgesagt. Grund sei ein neuer Verhandlungstermin mit den Arbeitgebern, sagte ver.di-Landesleiter Alfred Staudt am Dienstag in Saarbrücken. Der kommunale Arbeitgeberverband habe seine Bereitschaft zu dem Gespräch und einem verbesserten Angebot für die rund 1000 Beschäftigten erklärt.
Vergrößern Gewerkschaft setzt Warnstreiks im Nahverkehr aus | Bild: © ddp

Als neuer Verhandlungstermin sei der 1. Juli festgelegt worden.

Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Bernd Oleynik, betonte, damit hätten die Arbeitgeber «quasi in letzter Sekunde» eingelenkt und verschärfte Streikmaßnahmen verhindert. Von den für Mittwoch geplanten Warnstreiks wären nach Gewerkschaftsangaben rund 100 000 Fahrgäste betroffen gewesen.

In der Tarifauseinandersetzung hatten die Arbeitgeber nach ver.di-Angaben bislang bei einer Laufzeit von 26 Monaten lediglich eine Lohnerhöhung von weniger als 1,4 Prozent angeboten. Die Gewerkschaft fordert dagegen 3,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Ursprünglich hatte ver.di 6,5 Prozent verlangt.

ddp