In den vergangenen Jahren habe immer ein Gleichgewicht zwischen Erträgen und Erlös geherrscht. In diesem Jahr aber seien aber etwa die Getreidepreise desto stärker unter Druck geraten, je höher die Erträge geschätzt wurden.
Für ihren noch während der Ernte verkauften Weizen hätten die Landwirte durchschnittlich ein Drittel weniger Erlös erzielt als im Vorjahr, sagte Wehdel. Bei Futtergerste und Roggen habe der Rückgang sogar 40 Prozent betragen. Dieser Absturz habe auch durch die im Vergleich zum Vorjahr günstigeren Betriebsmittel nicht kompensiert werden können. Oft reichten die Erträge kaum aus, um die Kosten für Saatgut, Dünger, Pflanzenschutzmittel und Energie zu decken. Viele Betriebe bekämen mittlerweile Liquiditätsprobleme.
Um die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte zu sichern, müssten Kosten und Strukturen optimiert werden. Wichtig seien vor allem auch sozialverträgliche Strukturen. Es könne nicht sein, dass ein einzelner Landwirt 365 Tage im Jahr ununterbrochen für seinen Betrieb und sein Vieh verantwortlich ist, sagte Wehdel. Über eine entsprechende Personalpolitik müsse für die Entlastung der Bauern gesorgt werden.
Quakenbrück (ddp-nrd)


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