Gesundheitssenator - Hamburg startet Kampagne zur Bekämpfung von Glücksspielsucht: Kampagne von Gesundheitssenator Wersich vorgestellt Mit der Kampagne «Automatisch verloren» will die Hamburger Gesundheitsbehörde gemeinsam mit der Landesstelle für Suchtfragen die Glücksspielsucht bekämpfen. Krankhaftes Glücksspiel werde weniger wahrgenommen als andere Abhängigkeiten wie Alkohol- und Drogensucht, sagte Gesundheitssenator Dietrich Wersich (CDU) am Freitag.
Vergrößern Gesundheitssenator - Hamburg startet Kampagne zur Bekämpfung von Glücksspielsucht | Bild: ©

Daher seien auch die Präventions- und Hilfeangebote weniger bekannt, auf die die Kampagne nun aufmerksam machen wolle. Mit Anlaufstellen in der Stadt soll schnelle und unbürokratische Hilfe angeboten werden.

Der angerichtete Schaden durch die Glücksspielsucht ist Wersich zufolge für die Betroffenen und die Familienangehörigen oft immens. Rund 700 Bürger hätten 2009 Hilfe gegen Glückspielsucht in den Hamburger Beratungsstellen gesucht. Die Anzahl der Beratungen hat dabei mit jährlichen Steigerungsraten zwischen 10 und 20 Prozent kontinuierlich zugenommen. Nach Schätzungen leben in Hamburg rund 10 000 Menschen, die abhängig vom Glückspiel sind.

Der Schwerpunkt der zehntägigen Kampagne liegt laut der Landesstelle für Suchtfragen auf der Automatenspielsucht. Mit dieser Form des Glücksspiels haben etwa 80 Prozent aller pathologischen Spieler ein Problem, die eine Beratungsstelle aufsuchen. «Automatisch verloren» widmet sich ferner dem finanziellen Verlust durch Spielsucht sowie der psychischen und physischen Belastung der Betroffenen.

Im Rahmen der Kampagne werden 40 000 auf Infokarten klebende Chips für Einkaufswagen mit der Glückspielsucht-Telefonnummer 040/23934444 verteilt. Zudem werden rund 1300 Plakate sowie 800 Seitenscheibenplakate in der Hamburger U-Bahn über das Thema informieren.

(automatisch-verloren.de)

Hamburg (ddp-nrd)