"Im Geschäftsjahr 2011 haben wir bei Umsatz und Ergebnis starke Zuwächse verbucht", erklärte Röhrhoff. Der Umsatz legte im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende November) um knapp sieben Prozent auf 1,095 Milliarden Euro zu. Auch das im März 2011 erworbene südamerikanische Unternehmen Vedat sorgte dabei für Schub. Der Gewinn sprang auf 54,4 (Vorjahr 46,7) Millionen Euro und verbesserte sich damit doppelt so stark wie der Umsatz. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 6,3 Prozent auf 217,3 Millionen Euro. Die operative Ertragsmarge lag damit bei 19,9 Prozent etwa auf Vorjahresniveau.
Der Konzern erfüllte im abgelaufenen Geschäftsjahr die selbst gesteckten Ziele; blieb aber etwas hinter den Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten zurück. "In 2011 haben wir unsere Ziele voll erreicht. Wir sind besser denn je aufgestellt und möchten unsere Aktionäre am Erfolg beteiligen", erklärte Röhrhoff. Die Dividende soll um zehn Cent auf 60 Cent je Aktie steigen. Am Finanzmarkt war die erste Reaktion verhalten. Die Aktien büßten vorbörslich mehr als ein Prozent ein. Händler zeigten sich etwas enttäuscht.
Im März 2011 hatte Gerresheimer das brasilianische Unternehmen Vedat übernommen und ist seitdem der führende Anbieter von pharmazeutischen Kunststoffverpackungen und Verschlüssen im schnell wachsenden südamerikanischen Markt. Röhrhoff will das Geschäft in den Schwellenländern weiter ausbauen. Dank der im Frühjahr 2011 vorzeitig umgesetzten Refinanzierung verfüge das Unternehmen über ausreichend Spielraum für weiteres Wachstum. Zudem wollen die Düsseldorfer im laufenden Jahr Investitionen in Höhe von rund 100 Millionen Euro vornehmen.
Gerresheimer stellt mit gut 10.000 Mitarbeitern unter anderem Insulin-Pens, Inhalatoren sowie Fläschchen, Ampullen und vorfüllbare Spritzen her. Darüber hinaus beliefern die Düsseldorfer auch die Kosmetikindustrie mit Verpackungen und produzieren Laborgläser.


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