Osnabrück (ddp). Der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hanns-Eberhard Schleyer, hat den Gewerkschaften Panikmache vorgeworfen, weil sie Niedriglohn-Arbeitsplätze schlechtredeten. «Wer wie der DGB Leih- und Zeitarbeit verteufelt, blendet die Wirklichkeit aus», sagte Schleyer der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstagausgabe). Die entsprechende Kampagne der Gewerkschaften sei «doch nur Wahlkampf» und «unverhältnismäßig».

Lediglich 2,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten seien 2008 in der Zeitarbeit tätig gewesen. Davon hätten 61 Prozent zuvor keinen Job gehabt, betonte Schleyer. «Gerade vielen Langzeitarbeitslosen wurde so erst der Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht», fügte er hinzu. Zudem wüssten die Gewerkschaften, dass solche Beschäftigungsverhältnisse die Jobs der regulären Belegschaft retteten.

ddp/wsd