Gemälde aus der DDR der 80er Jahre hängen im Leipziger Bildermuseum: In der damaligen DDR entstandene Gemälde aus den 1980er Jahren sind seit Mittwoch im Leipziger Museum der Bildenden Künste zu sehen. Museumsdirektor Hans-Werner Schmidt sagte anlässlich der Eröffnung in Leipzig, die Schau solle 'keine enzyklopädische Ausstellung der Kunst der 80er Jahre der DDR' sein. Wichtig sei ein unvoreingenommener Blick auf die Bilder.
Vergrößern Gemälde aus der DDR der 80er Jahre hängen im Leipziger Bildermuseum | Bild: © dapd

Leipzig (dapd-lsc). Die 25 Kunstwerke sind bis zum 2. September zu sehen und sind der vierte Teil der Reihe 'Ludwig in Leipzig'.

'Man darf sich nicht immer fragen, welcher Beschluss des Zentralkomitees der SED dahinter stand', sagte Schmidt. Kurator Frédéric Bußmann berichtete, er habe die Werke aus über 110 Gemälden auswählen können. Sie gehören zur Sammlung von Peter und Irene Ludwig. Ein großer Teil der Sammlung, die Malerei und Plastik aus der DDR umfasst, befindet sich seit 2009 als Dauerleihgabe im Museum der Bildenden Künste.

Von Januar 2010 bis August 2011 waren die ersten drei Ausstellungen der Reihe 'Ludwig in Leipzig' gezeigt worden. Schmidt kündigte an, dass nach dem Ende der vierten Schau im September der fünfte Teil ausgestellt werden soll. Die jetzt zu sehenden Bilder stammen aus einem Jahrzehnt, in dem die DDR-Kunstszene nach Schmidts Worten von einem 'bis dahin nicht gekannten Pluralismus' geprägt gewesen sei.

Die Kunst sei damals 'zunehmend von eigenständigeren und bisweilen auch kritischen Positionen gekennzeichnet' gewesen. Die Werke der Ausstellung stammen unter anderem von Arno Rink, Hartwig Ebersbach und Sighard Gille.

dapd