(BANG) - Mika fand es "beunruhigend", als sein Vater aus der Geiselhaft freigelassen wurde.
Der Vater des 26-jährigen Sängers wurde 1990 in Kuwait im Zusammenhang mit dem Golfkrieg als Geisel genommen und erst acht Monate später wieder freigelassen. Mika brauchte daraufhin einige Zeit, bis er wieder normal mit seinem Vater umgehen konnte.
Der exzentrische Popstar, der einen jüngeren Bruder und drei Schwester hat, sagte: "Er hatte einen langen Bart, war sehr dünn und eingefallen. Keines von uns Kindern wollte mit ihm zusammen sein, weil er so anders aussah. Er war fast wie ein Fremder für uns. Und wir hatten uns mit dem Gedanken abgefunden, dass er in Gefahr war und möglicherweise nicht zurückkehren würde. Seine Heimkehr war also eine beunruhigende Angelegenheit. Das hat alles aufgerüttelt. Kurz danach haben wir alles verloren - unsere Wohnung, unsere Möbel. Dieses Wohlbehagen wie in anderen Familien gab es also nicht in meiner Kindheit. Die meisten Kinder haben das nicht begriffen."
Mika glaubt, dass diese traumatische Episode in seinem Leben seine bis heute andauernde Liebe zu Märchen geweckt hat.
Der Tageszeitung 'Scotsman' erklärt er: "Vielleicht bin ich deshalb so besessen von Märchen. In Märchen geht es schließlich auch um Gefahr und Angst. Daher liebe ich sie so sehr. Sie sind dazu da, um dir zu zeigen, was Tod bedeutet, und dir als Kind zu zeigen, warum du dich sicher fühlen sollst und warum du glücklich sein musst. Sie handeln alle von Blut und drohender Gefahr. Das finde ich faszinierend."
(C) BANG Media International
Geiselnahme - Mika spricht erstmals von der Geiselnahme seines Vaters
03.02.10 | 17:30 Uhr Mika hat erstmals, seitdem er ein Kind war, über die schreckliche Geiselnahme seines Vaters gesprochen und erklärt, welche Auswirkungen das Drama auf seine Familie hatte.
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