Mit den Festnahmen hoher Talibanführer seien die Kommunikationskanäle abgerissen, sagte der norwegische Diplomat am Freitag der britischen BBC. Zugleich bestätigte er damit erstmals, dass es bereits seit etwa einem Jahr Kontakte der UN mit ranghohen Taliban gegeben hat. So sei es beispielsweise in Dubai auch zu direkten Gesprächen gekommen.
Die Gespräche mit den Taliban seien aber in einem frühen Stadium gewesen. Es seien eher «Gespräche über Gespräche» geführt worden, so Eide, der Anfang des Monats vom Schweden Staffan de Mistura als UN-Gesandter am Hindukusch abgelöst worden war. Man habe mit hohen Vertretern der Talibanführung geredet «und auch Leute getroffen, die von der Quetta Shura (Führungsrat der Taliban) ermächtigt waren, solche Gespräche zu führen». Zum Inhalt der Verhandlungen machte er keine Angaben.
«Den ersten Kontakt gab es wohl im Frühjahr, dann begann der Wahlprozess und die Aktivitäten flauten ab», sagte Eide. Nach der Wahl seien die Kontakte dann wieder intensiviert worden, «bis zu einem gewissen Zeitpunkt vor wenigen Wochen».
London (dpa)






























