«Es geht um einen förmlichen Verzicht auf fiktive Steuerforderungen, die überhaupt nur entstehen, wenn durch einen vorherigen Verzicht die Sanierung der GmbH insgesamt gelingt», erläuterte der Sprecher. Ein positiver Abschluss des Insolvenzplanverfahrens sei Voraussetzung für den Einstieg eines neuen Investors bei der Karstadt Warenhaus GmbH. Gehe das Insolvenzplanverfahren schief, stünden der Stadt jetzt und in Zukunft überhaupt keine Gewerbesteuereinnahmen von Karstadt zu und die drei Göttinger Häuser vor dem Aus.

«Es ist weniger kompliziert als es sich anhört», sagte der Stadtsprecher. «Es dreht sich um Steuerforderungen der Stadt, die eigentlich nur entstehen können, wenn wir zuvor auf sie verzichten.»

15 von 94 Städten, in denen Karstadt-Warenhäuser stehen, wollen bislang nicht auf die Gewerbesteuer aus Sanierungsgewinnen verzichten. Dazu zählen Köln, Bonn, Hannover, Mainz, Dresden, Leipzig, Kaiserslautern und Duisburg.

Karstadt betreibt in Göttingen drei Warenhäuser mit insgesamt rund 400 Beschäftigten. Die Stadt Göttingen ist mit rund 20 Millionen Euro verschuldet.

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