Für Bürgschaftsbank ist 2010 bestes Jahr der Unternehmensgeschichte: Die Bürgschaftsbank Brandenburg blickt auf das erfolgreichste Jahr ihrer Geschichte zurück. Die Bank habe im Jahr 2010 insgesamt 421 Kredite und Beteiligungen mit einem Gesamtvolumen von 118 Millionen Euro verbürgt, sagte Geschäftsführer Milos Stefanovic am Freitag in Potsdam. Im Jahr 2009 hatte die Bank 336 Bürgschaften mit einem Gesamtvolumen von 87 Millionen Euro übernommen.
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Potsdam (dapd-lbg).

Der Geschäftsführer führte die Entwicklung unter anderem darauf zurück, dass zur Bewältigung der Wirtschaftskrise die höchstmögliche Bürgschaft vorübergehend auf zwei Millionen Euro verdoppelt worden sei. Zudem seien Privatbanken in der Krise vorsichtiger gewesen und hätten ihren Kunden öfter das Angebot der Bürgschaftsbank nahegelegt.

Industriebetriebe nutzten im vergangenen Jahr knapp 24 Prozent der Bürgschaften. 20 Prozent wurden von Unternehmen der Branchen Dienstleistung und Informationswirtschaft in Anspruch genommen, das Handwerk beanspruchte 19 Prozent und der Handel 13 Prozent der Bürgschaften. Zum Jahresende befanden sich im Bestand der Bank 2.146 Bürgschaften, hinter denen ein Gesamtvolumen von 393 Millionen Euro stand.

Die Ausfälle für die Bürgschaftsbank reduzierten sich nach Angaben von Stefanovic 2010 auf 5,6 Millionen Euro (Vorjahr: 8,5 Millionen Euro). Vor allem das Gastgewerbe, die Bauwirtschaft und der Kfz-Handel seien betroffen gewesen.

Seit Gründung der Bürgschaftsbank 1991 wurden laut Stefanovic Bürgschaften und Garantien über 1,52 Milliarden Euro ausgereicht. Damit seien Investitionen von drei Milliarden Euro abgesichert sowie rund 97.000 Arbeitsplätze bewahrt oder geschaffen worden.

Der Bankchef rechnet nicht damit, dass das 'unnachahmlich' gute Ergebnis von 2010 im laufenden Jahr wieder erzielt wird. Er wäre schon zufrieden, wenn die Werte von 2009 wieder erreicht würden, sagte Stefanovic.

dapd