«Es ist gelungen, Unfrieden aus Friedberg herauszuhalten», sagte Polizeidirektor Alexander König am Abend. Der Protest gegen den NPD-Aufmarsch sei weitgehend friedlich verlaufen. Kleine Gruppen der Gegendemonstranten hätten nur vereinzelt Störungen verursacht und etwa Polizeibeamte mit Flaschen und Steinen beworfen. Dabei habe es keine Verletzten gegeben. Die Rechtsextremen hätten ihren Demonstrationszug auf einer Ausweichstrecke fortgesetzt und dann Friedberg mit dem Zug verlassen.
Am Morgen hatten nach Angaben des Wetterauer Bündnisses gegen Rechts rund 2000 Menschen an einem Gedenkgottesdienst in der Friedberger Stadtkirche teilgenommen. An dem anschließenden «Geh-Denk-Spaziergang» vorbei an historischen Stätten in Friedberg, in denen Juden gewohnt haben und verfolgt wurden, hätten sich etwa 700 bis 800 Menschen beteiligt, sagte Bündnissprecherin Cornelia Wenk. Ziel des Protests war es, die Demonstration der NPD zu verhindern.
Gleichzeitig werde aber auch gegen die Wahl des geschichtsträchtigen Datums protestiert. Der 7. November gilt als Beginn der Judenpogrome, in der Nacht vom 9. November 1938 wurden überall im Land jüdische Bürger überfallen, verfolgt und ermordet.
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