Freude über Oscar-Nominierung von Bausch-Film: Freude in NRW: Wim Wenders' Tanzfilm 'Pina' ist für den Oscar nominiert worden. Die 3D-Produktion über die Tänzerin und Choreografin Pina Bausch geht in der Sparte 'Bester Dokumentarfilm' ins Rennen um den begehrten Filmpreis, wie die Academy of Motion Picture Arts and Sciences am Dienstag mitteilte.
Vergrößern Freude über Oscar-Nominierung von Bausch-Film | Bild: © dapd

Beverly Hills/Wuppertal (dapd-nrw).

Der Film gilt als Hommage an die legendäre Gründerin des Wuppertaler Tanztheaters. Bausch wurde 1949 in Solingen geboren und lernte unter anderem in Essen tanzen. Sie starb 2009 bei den Vorbereitungen zu den Dreharbeiten nach kurzer Krankheit. Ihre Inszenierungen und Choreografien machten das Wuppertaler Ballett international bekannt und wurden vielfach ausgezeichnet.

Wenders bezeichnete die Nominierung als 'fantastische Belohnung und Anerkennung'. Zum zweiten Mal nach 'Buena Vista Social Club' die Chance zu haben, als Nominierter in der Kategorie 'Bester Dokumentarfilm' im Rennen um die Oscars teilnehmen zu können, 'ist eine tolle Sache', sagte Wenders nach Angaben des Filmbüros German Films. Zumal dies der erste 3D-Film sei, dem diese Ehre zuteilwird.

Robert Sturm, künstlerischer Leiter des Wuppertaler Tanztheaters und künstlerischer Berater der Filmproduktion, freute sich ebenfalls über die Nominierung: 'Wir fühlen uns geehrt', sagte er. 'In dem Film steckt viel Pina'. Bausch habe zahlreiche Szenen selbst ausgesucht, außerdem hätten sich die Tänzer bei ihren Beiträgen sehr an ihr orientiert.

Doch sei der Film nicht allein ein Rückblick auf die ehemalige Leiterin, sondern setze auch neue Akzente in der Verbindung von Tanz, Kino und der neuen 3D-Technik. Er habe damit dem Tanz neue Perspektiven eröffnet, sagte Sturm weiter. 'Das Ergebnis ist fantastisch'.

'Pina' konkurriert bei der 84. Oscar-Verleihung am 26. Februar mit vier Filmen um die Auszeichnung als bester Dokumentarfilm. Der Streifen wurde zunächst auch für eine Nominierung als bester nicht-englischsprachiger Beitrag gehandelt, konnte sich in der Kategorie jedoch nicht durchsetzen.

Fast eine halbe Million Besucher sahen 'Pina' bisher in den Kinos, die Film- und Medienstiftung NRW förderte das Projekt mit 650.000 Euro. Der Film sei vollständig in Nordrhein-Westfalen gedreht worden und habe der Welt ein Stück NRW-Kultur näher gebracht, sagte die NRW-Ministerin für Medien, Angelica Schwall-Düren (SPD).

Der in Düsseldorf geborene Wenders erhielt in seiner Laufbahn bereits zahlreiche Filmpreise, darunter die Goldene Palme in Cannes.

dapd