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"FRANKFURT - Für die Aktionäre von Aixtron rückt die erhoffte Übernahme durch einen chinesischen Investor in immer ..."

AKTIE IM FOKUS: Drohendes Übernahme-Veto vergrätzt Aixtron-Anleger
Bild: © AIXTRON AG
AKTIE IM FOKUS: Drohendes Übernahme-Veto vergrätzt Aixtron-Anleger
FRANKFURT - Für die Aktionäre von Aixtron rückt die erhoffte Übernahme durch einen chinesischen Investor in immer weitere Ferne. US-Präsident Barack Obama will Kreisen zufolge den geplanten Deal wie erwartet tatsächlich platzen lassen, so dass die regulären Papiere des Spezialmaschinenbauers büßten mehr als 4 Prozent ein.

Das Weiße Haus werde sich der Empfehlung der US-Behörde für Auslandsinvestitionen anschließen und wegen Sicherheitsbedenken sein Veto gegen das Geschäft einlegen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Personen. Es wäre erst das dritte Mal seit 1990, dass ein US-Präsident aus Gründen der nationalen Sicherheit eine Firmenübernahme durch einen ausländischen Investor verhindert. Die Frist für die Obama-Entscheidung läuft am frühen Samstagmorgen deutscher Zeit ab. Ein Aixtron -Sprecher sagte, dass ihm noch keine Entscheidung bekannt sei.

Von chinesischer Seite äußerte sich am Freitag ein Sprecher des Außenministeriums. Die Übernahme sei ein normaler Zusammenschluss von Firmen und habe rein wirtschaftliche Motive. Die Politik solle sich daher nicht in die Angelegenheit einmischen.

Die Amerikaner fürchten, dass Aixtron-Produkte auch militärisch genutzt werden könnten. Die US-Regierung hat ein Mitspracherecht, weil das Unternehmen auch eine Zweigestelle in Kalifornien mit rund 100 Mitarbeitern hat.

ANALYST SIEHT RESTFUNKE AN ÜBERNAHMEHOFFNUNG

Viele Börsianer haben damit bereits die Hoffnung auf einen Kauf von Aixtron durch den chinesischen Investor Grand Chip Investment (GCI) aufgegeben. Das erwartete Veto von US-Präsident Barack Obama gegen den Deal sei "der letzte Sargnagel für die Übernahme" gewesen, sagte ein Händler. Ein anderer meinte, dass die Transaktion nun nicht mehr möglich sei.

Ganz so weit möchte der Experte Markus Friebel vom Analysehaus Independent Research nicht gehen. Seiner Meinung nach könnten GCI und Aixtron noch versuchen, die Sicherheitsbedenken der Amerikaner auszuräumen.

VERZÖGERTE AUFTRÄGE UND PREISDRUCK

Platze der Deal jedoch, seien die Perspektiven für den Spezialmaschinenbauer aus Herzogenrath bei Aachen "nicht gut", fuhr Friebel fort. Dies habe auch Aixtron so kommuniziert. Bei einem Scheitern der Übernahmepläne rechnen viele Analysten mit einem heftigen Sparkurs. Die Chinesen hatten versprochen, zahlreiche Zukunftstechnologien bis zur Marktreife zu finanzieren. Viele dieser teuren Projekte dürften sich die Rheinländer bei einem Scheitern der Übernahme nicht mehr leisten können.

Zuletzt hatten dem Unternehmen verzögerte Aufträge, Preisdruck und hohe Entwicklungskosten zu schaffen gemacht. Aixtron stellt Maschinen für die Chipindustrie her und steckt seit langem wegen einer schwachen Auftragslage in der Krise. Das 1983 als Ausgründung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen gestartete Unternehmen schrieb zuletzt Verluste und rechnet auch im laufenden Jahr mit roten Zahlen.

ÜBERNAHMEPHANTASIE BEREITS VERPUFFT

GCI hatte im Mai eine Übernahmeofferte über 670 Millionen Euro für Aixtron vorgelegt, was für einen Kurssprung bei den Aktien gesorgt hatte. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte dem Deal bereits zugestimmt, die Unbedenklichkeitserklärung aber Ende Oktober widerrufen und eine erneute Prüfung des Vorhabens angekündigt. Daraufhin sackte der Aktienkurs wieder ab, und mittlerweile ist die Übernahmephantasie gänzlich entwichen.

Aixtron-Aktionäre der ersten Stunde hatten nur in den ersten Jahren richtig Freude an ihrem Investment. Nach dem Börsengang 1997 zogen die Papiere rasant bis auf ihr Rekordhoch von 89,50 Euro im August 2000 an. Doch vom Platzen der Technologie-Blase in den Jahren danach konnten sich die Anteilsscheine nie richtig erholen, auch wenn es zwischen 2009 und 2011 Lichtblicke gab. Der letzte große Rückschlag kam dann Ende 2015, als Aixtron eine erhebliche Reduzierung eines Großauftrag aus China akzeptieren musste.

dpa.de berichtet dazu: WIEN - Österreich ist 1995 der EU beigetreten Ein Jahr zuvor hatten mehr als 66 Prozent der Österreicher dem Beitritt in einer Volksabstimmung zugestimmt . STICHWORT: Österreich und die EU - Mögliche Folgen eines Austritts. Das Land gehörte von Anfang an zu den Nettozahlern, überwies also mehr Geld nach Brüssel als es zurückbekam. Aktuell liegt die Nettozahlung bei etwa 0,85 Milliarden Euro. Deutschland zahlt im Vergleich etwa 14,3 Milliarden Euro netto nach Brüssel. Dabei hat die Wirtschaft der Alpenrepublik massiv von der Zugehörigkeit zum europäischen Binnenmarkt mit seinen Handelserleichterungen profitiert. weiterlesen ...

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