Dresden (ddp-lsc). Für die Förderung von Jazz und improvisierter Musik stellt die Kulturstiftung Sachsens in diesem Jahr 78 200 Euro zur Verfügung. Das sind 9000 Euro mehr als im Jahr davor, wie die Stiftung am Montag auf ddp-Anfrage mitteilte. Während Leipziger Projekte mit 24 000 Euro mehr als noch 2008 gefördert würden, stünden für Chemnitzer und Dresdner Aktivitäten 15 000 Euro weniger als im Vorjahr zur Verfügung.
Die Kulturstiftung förderte 2008 insgesamt 286 Projekte mit einem Umfang von 2,4 Millionen Euro. Vorgelegen hatten ihren Angaben zufolge 613 Anträge über ein Volumen von mehr als 6,8 Millionen Euro. Allein im Bereich «Darstellende Kunst und Musik» wurden 122 Anträge abgelehnt, während 139 Projekte mit einer Summe von mehr als einer Million Euro gefördert wurden.
Der Fachbeirat Darstellende Kunst und Musik der Kulturstiftung sichtet zweimal pro Jahr Förderanträge und erarbeitet dann Empfehlungen zur Förderung. Dieser Empfehlung folge der Vorstand «nahezu immer», wie Vize-Stiftungsdirektor Manuel Frey erläuterte. Die sieben Mitglieder des Beirats würden für jeweils drei Jahre berufen, «um Verkrustungen zu vermeiden, neues Wissen zu berücksichtigen und von neuen Sichtweisen profitieren zu können».
Zu den Tätigkeitsfeldern der Kulturstiftung gehören neben der Projektförderung die Vergabe von Stipendien und der Kauf von Werken bildender Künstler. Nach ihrem Selbstverständnis will die auf dem Gelände des Festspielhauses Hellerau ansässige Einrichtung zur Entwicklung neuer künstlerischer Ausdrucksformen, zur nachhaltigen Vermittlung zeitgenössischer Kunst und Kultur sowie zur Pflege des künstlerischen Nachwuchses beitragen. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben erhält die Stiftung vom Freistaat jährlich rund drei Millionen Euro.
(kdfs.de)
ddp/mmn/uge

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