München (ots) - "Unser Ziel muss es sein, das Bio-System der Hornisse nachzuahmen und daraus neue Solarzellen zu entwickeln", sagt Marian Plotkin. Der junge Insektenforscher und Experte für Nanotechnologie von der Staatsuniversität Singapur ist sicher, dass sie "effizienter und vor allem billiger" sein werden als die herkömmlichen Solarzellen.
Wie die Zeitschrift WUNDERWELT WISSEN (Ausgabe 8/11 ab heute im Handel) berichtet, hat Plotkin mit einem Atom-Mikroskop vom Typ AFM Molecular Imaging Pico Plus den Hautpanzer der Hornisse untersucht. Er entdeckte, dass die braunen und gelben Streifen am Hinterleib des Insekts wie eine Solarzelle fungieren. Der braune Teil weist Kerben auf, die das Sonnenlicht absorbieren und an die unteren Schichten des Hautpanzers weiterleiten. Dabei springt das eingefangene Sonnenlicht zwischen Ober- und Unterschicht der Haut wie ein Hüpfball hin und her. Die gelben Streifen, die ihre Farbe vom Pigment Xanthopterin haben, dienen dazu, das Licht in elektrische Energie umzuwandeln. "Wir gehen davon aus, dass ein Teil der Energie in einem photo-biochemischen Prozess umgewandelt und gespeichert wird und bei Bedarf abgerufen werden kann", sagt Plotkin.
"Das Sensationelle daran ist, dass eine lebende Kreatur in der Lage ist, Solarenergie zu nutzen", sagt Professor David Bergman von der Tel Aviv University. Bei noch keinem anderen Tier konnte so etwas nachgewiesen werden.
Originaltext: Gruner+Jahr, WUNDERWELT WISSEN Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65804 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65804.rss2
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