Erfurt (dapd-lth). Hintergrund ist, dass die Agentur den SPD-Wahlkampf 1998 betreute. Der damalige Kampagnenleiter war der heutige Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD).
'Die bundespolitischen Ambitionen des Wirtschaftsministers sind klar', sagte Kemmerich. Seiner Ansicht nach werde sich 'mit Thüringer Steuergeldern eine Vergünstigung für die Kampa 2013 erkauft'. Das sei skandalös. Bis 2015 fließe der Agentur insgesamt ein zweistelliger Millionenbetrag zu.
Am Mittwoch hatte das Wirtschaftsministerium mitgeteilt, dass die Hamburger Werbeagentur den Zuschlag zur Betreuung des Thüringer Standort- und Tourismusmarketings erhalten habe. Der Auftrag umfasse die Kampagnensteuerung, die Entwicklung und Umsetzung eines einheitlichen Markenauftritts der Landesregierung sowie weitere Marketingmaßnahmen. Derzeit liefen die konkreten Verhandlungen.
Wie es weiter hieß, waren 6 der 33 Bewerber in die engere Wahl gekommen. Letztlich hätten sich alle an der Vergabe beteiligten Institutionen für KNSK ausgesprochen. Der bis Ende 2015 laufende Vertrag könne jährlich gekündigt werden.
Die Grünen sehen den Zuschlag hingegen nicht als kritikwürdig an. Wenn Machnig einmal mit der Agentur gute Erfahrungen gemacht habe, sei deren erneute Benennung nicht problematisch. Zudem gebe es bislang keine Hinweise, dass dem Zuschlag kein ordnungsgemäßer Wettbewerb vorausgegangen sei, sagte der Abgeordnete Dirk Adams.
dapd


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