Evotec: Kaufen?
18.12.09 | 20:23 Uhr Evotec will in 2010 kräftig wachsen
Werner Lanthaler, CEO von Evotec (DE0005664809), hat Wort gehalten. Neben dem Ziel die Kosten drastisch zu senken, versprach er uns Anfang August noch mindestens einen Neukunden zu gewinnen sowie die Zusammenarbeit mit Boehringer Ingelheim zu verlängern. Gesagt, getan. Mit Boehringer Ingelheim wurde ein signifikanter Neuvertrag verhandelt, der sich über vier Jahre erstreckt. Das Volumen beläuft sich auf mindestens 15 Millionen Euro plus Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren. Zudem wurde ein Forschungsabkommen mit Biogen Idec vereinbart. „Beide Aufträge sind strategisch sehr wichtig für uns und motivieren unser gesamtes Team“, sagt uns der CEO im Telefonat. Ziel ist nunmehr das Kerngeschäft von Evotec weiter zu forcieren. „Strategisches Outsourcing für forschende Pharma- und Biotechfirmen wird weiter zunehmen. Unser Konzept der integrierten Forschungsallianzen findet sehr viel Anklang. Wir haben ausreichend Potenzial bei unseren bestehenden Kunden dieses Geschäft massiv auszubauen“, so Lanthaler. Somit ist in den kommenden Wochen mit weiteren News in dieser Richtung zu rechnen.
Die Ausgangslage für das Jahr 2010 im Servicegeschäft ist bereits heute sehr viel versprechend. „Unser Markt wächst pro Jahr mit zwölf Prozent. Wir wollen signifikant stärker wachsen im kommenden Jahr“. Ein Umsatzplus von mindestens über 15 Prozent dürfte machbar sein. Die Einnahmen dürften sodann auf über 46 Millionen Euro klettern. Das Beste: „Deutlich über 50 Prozent unserer Kapazitäten und des angestrebten Volumens haben wir schon heute verkauft respektive im Orderbestand“, freut sich der Firmenchef. Durch den Mehrheitskauf eines Unternehmens in Indien, hat Evotec nunmehr auch in der asiatischen Region einen Standort. „Wir bauen dort weitere Kapazitäten auf und rechnen durch die Übernahme mit weiterem Wachstum“. Weitere Zukäufe sind zudem im Gespräch. Interessant wäre eine Übernahme im China. „Oberste Priorität hat aber organisches Wachstum, um zunächst vorhandene Kapazitäten auszubauen und deren Profitabilität zu optimieren“.
Lanthaler hat Evotec kräftig ausgemistet und die Kosten nachhaltig um deutlich über zehn Millionen Euro reduziert. Weitere Kostensenkungsmaßnahmen sind derzeit nicht geplant. Für das vierte Quartal erwartet der CEO sogar einen positiven Cashflow. Der operative Verlust wird vermutlich sogar im Schlussquartal sehr nahe an die Nullgrenze heranreichen. „Obwohl wir keine größeren Meilensteinzahlungen in Q4 erhalten, werden wir keinen nennenswerten Verlust in Q4 ausweisen“. Das Gesamtjahr wird bei Einnahmen von 40 Millionen Euro aber dennoch blutrot ausfallen. Zudem wird Lanthaler zum Jahresende nochmals mit dem Besen durch die Bücher gehen und alles abschreiben was nicht niet- nagelfest ist. Den operativen Verlust für 2009 schätzen wir ohne Einmalaufwendungen auf circa 22 bis 24 Millionen Euro. Ziel ist in 2010 den Verlust auf unter zehn Millionen Euro zu senken und spätestes im Jahr 2012 die Gewinnzone zu erreichen. „Wir befinden uns auf einem sehr guten Weg“. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung liegt in diesem Jahr bei circa 25 Millionen Euro und soll in 2010 um über 30 Prozent reduziert werden.
In der Produktpipeline ist EVT 101/103 das Highlight. Nachrichten aus der klinischen Entwicklung folgen im kommenden Jahr. Nach Abschluss der Phase II-Studie bei EVT 101 hat Pharma-Konzern Roche eine Rückkaufoption. Wird diese ausgeübt, erhält das Unternehmen eine weitere Einmahlzahlung von 65 Millionen Dollar, sowie weitere Meilensteine, die sich auf bis zu 220 Millionen Dollar belaufen können und signifikante Umsatzbeteiligungen. Ein Mittel gegen Depression hätte Milliardenpotenzial und wird von der Pharmaindustrie hoffnungsvoll erwartet. Als „strategisches Upside“ beziffert Lanthaler den Rest der Pipeline in der klinischen Phase als auch die Hoffnungsträger in der Präklinik. „Wir wollen zumindest mit einer Substanz in den nächsten zwölf bis 18 Monaten einen Deal verkünden“. So könnte EVT 401 und EVT 201 oder eine Substanz aus der Präklinik verpartnert werden. In eigener Regie strebt Lanthaler die Entwicklung eines H3-Antagonisten zur Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten in Erkrankungen wie zum Beispiel Narkolepsie an. „Wir prüfen dieses Programm in die klinische Phase zu führen“.
Evotec wird an der Börse mit 237 Millionen Euro kapitalisiert. Die Vorschusslorbeeren sind verteilt. Das Kerngeschäft läuft in die richtige Richtung. Zum Jahresende dürften rund 65 Millionen Euro Cash in der Kasse liegen. Gelingt Lanthaler ein Deal mit der vorhandenen Pipeline oder Roche zieht in 2011 die genannte Rückkaufoption, könnte Evotec bereits früher als gedacht den Break-Even aufgrund von positiven Einmaleffekten erreichen. Das wäre die Kür! Wer unserer Empfehlung gefolgt ist, die Aktie bei Kursen um einen Euro zu kaufen, liegt mit über 100 Prozent vorne. Wir raten an schwachen Tagen, um die Marke von zwei Euro, weiter auf der Kaufseite zu stehen.
Viele Grüße
www.tradecentre.de
Die Ausgangslage für das Jahr 2010 im Servicegeschäft ist bereits heute sehr viel versprechend. „Unser Markt wächst pro Jahr mit zwölf Prozent. Wir wollen signifikant stärker wachsen im kommenden Jahr“. Ein Umsatzplus von mindestens über 15 Prozent dürfte machbar sein. Die Einnahmen dürften sodann auf über 46 Millionen Euro klettern. Das Beste: „Deutlich über 50 Prozent unserer Kapazitäten und des angestrebten Volumens haben wir schon heute verkauft respektive im Orderbestand“, freut sich der Firmenchef. Durch den Mehrheitskauf eines Unternehmens in Indien, hat Evotec nunmehr auch in der asiatischen Region einen Standort. „Wir bauen dort weitere Kapazitäten auf und rechnen durch die Übernahme mit weiterem Wachstum“. Weitere Zukäufe sind zudem im Gespräch. Interessant wäre eine Übernahme im China. „Oberste Priorität hat aber organisches Wachstum, um zunächst vorhandene Kapazitäten auszubauen und deren Profitabilität zu optimieren“.
Lanthaler hat Evotec kräftig ausgemistet und die Kosten nachhaltig um deutlich über zehn Millionen Euro reduziert. Weitere Kostensenkungsmaßnahmen sind derzeit nicht geplant. Für das vierte Quartal erwartet der CEO sogar einen positiven Cashflow. Der operative Verlust wird vermutlich sogar im Schlussquartal sehr nahe an die Nullgrenze heranreichen. „Obwohl wir keine größeren Meilensteinzahlungen in Q4 erhalten, werden wir keinen nennenswerten Verlust in Q4 ausweisen“. Das Gesamtjahr wird bei Einnahmen von 40 Millionen Euro aber dennoch blutrot ausfallen. Zudem wird Lanthaler zum Jahresende nochmals mit dem Besen durch die Bücher gehen und alles abschreiben was nicht niet- nagelfest ist. Den operativen Verlust für 2009 schätzen wir ohne Einmalaufwendungen auf circa 22 bis 24 Millionen Euro. Ziel ist in 2010 den Verlust auf unter zehn Millionen Euro zu senken und spätestes im Jahr 2012 die Gewinnzone zu erreichen. „Wir befinden uns auf einem sehr guten Weg“. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung liegt in diesem Jahr bei circa 25 Millionen Euro und soll in 2010 um über 30 Prozent reduziert werden.
In der Produktpipeline ist EVT 101/103 das Highlight. Nachrichten aus der klinischen Entwicklung folgen im kommenden Jahr. Nach Abschluss der Phase II-Studie bei EVT 101 hat Pharma-Konzern Roche eine Rückkaufoption. Wird diese ausgeübt, erhält das Unternehmen eine weitere Einmahlzahlung von 65 Millionen Dollar, sowie weitere Meilensteine, die sich auf bis zu 220 Millionen Dollar belaufen können und signifikante Umsatzbeteiligungen. Ein Mittel gegen Depression hätte Milliardenpotenzial und wird von der Pharmaindustrie hoffnungsvoll erwartet. Als „strategisches Upside“ beziffert Lanthaler den Rest der Pipeline in der klinischen Phase als auch die Hoffnungsträger in der Präklinik. „Wir wollen zumindest mit einer Substanz in den nächsten zwölf bis 18 Monaten einen Deal verkünden“. So könnte EVT 401 und EVT 201 oder eine Substanz aus der Präklinik verpartnert werden. In eigener Regie strebt Lanthaler die Entwicklung eines H3-Antagonisten zur Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten in Erkrankungen wie zum Beispiel Narkolepsie an. „Wir prüfen dieses Programm in die klinische Phase zu führen“.
Evotec wird an der Börse mit 237 Millionen Euro kapitalisiert. Die Vorschusslorbeeren sind verteilt. Das Kerngeschäft läuft in die richtige Richtung. Zum Jahresende dürften rund 65 Millionen Euro Cash in der Kasse liegen. Gelingt Lanthaler ein Deal mit der vorhandenen Pipeline oder Roche zieht in 2011 die genannte Rückkaufoption, könnte Evotec bereits früher als gedacht den Break-Even aufgrund von positiven Einmaleffekten erreichen. Das wäre die Kür! Wer unserer Empfehlung gefolgt ist, die Aktie bei Kursen um einen Euro zu kaufen, liegt mit über 100 Prozent vorne. Wir raten an schwachen Tagen, um die Marke von zwei Euro, weiter auf der Kaufseite zu stehen.
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