DJ Europa-Börsen am Mittag etwas fester - Verhaltener Verfall FRANKFURT (Dow Jones) Gute Vorgaben aus den USA lassen die europäischen Börsen am Freitagmittag steigen. Dabei scheinen sich Händler an dem Bibelspruch "Du sollst den Sabbat heiligen" zu halten: Denn auch nach dem Verfall der Futures und Optionen auf den Euro-Stoxx-50- und den Stoxx-50-Index, im Volksmund auch "Hexensabbat" genannt, kommen die Kurse nur leicht unter Druck. Viele Akteure hätten bereits in den vergangenen Tagen ihre Positionen in die nachfolgenden Kontrakte "gerollt", sagen Marktteilnehmer. Seit den ersten Lösungsanzeichen um die Griechenlandkrise und der damit einhergegangenen Kurserholung hätten die Eindeckungen von Short-Calls begonnen. Der Abrechnungspreis für die Optionen und Futures auf den Euro-Stoxx-50-Index mit Fälligkeit 19. März liege bei 2.931,35 Punkten, für den Stoxx-50-Index bei 2.627,50 Zählern. Auf diesem Niveau bewegen sich dann auch die Indizes. Der Euro-Stoxx-50-Index gewinnt gegen 12.47 Uhr 0,3% oder 8 auf 2.921 Punkte, der Stoxx-50-Index rückt um 0,3% bzw 8 auf 2.622 Zähler vor. Bankenwerte stellen stärksten Sektor Mit einem Aufschlag von 1,2% sind die Bankentitel der stärkste Einzelsektor. Lloyds Banking Group ziehen nach neuen Zahlen 9,8% auf 61 p an. Die von der Finanz- und Immobilienkrise geschüttelte Bank will im laufenden Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben. Als "ermutigend" stufen die Analysten von Shore Capital den überraschend vorgelegten Zwischenbericht ein. Die Nettozinsmarge entspreche der jüngsten Prognose des Managements, die Kosten seien gut unter Kontrolle und lägen unter dem Niveau des vergangenen Jahres. Die Abschreibungen lägen sowohl im Privat- als auch im Geschäftskundenbereich niedriger als bislang vom Unternehmen prognostiziert. "Die Rückkehr zur Profitabilität wäre ein wichtiger Meilenstein in der Erholungs-Story von Lloyds Banking", so die Analysten, die die Aktien mit "Hold" bewerten. Kritischere Töne kommen indes von Seymour Pierce. Angesichts von Zinsen auf historischen Tiefs sei eine Verbesserung der Kreditqualität nicht verwunderlich. Gleichzeitig seien die britischen Haushalte drei mal so stark verschuldet wie während der Rezession in den frühen neunziger Jahren. Seymour Pierce stuft Lloyds Banking mit "Sell" ein. Auch für andere britische Bankenwerte geht es im Kielwasser nach oben, Royal Bank of Scotland ziehen um 6,7% auf 44 p an, Barclays um 2,1% auf 360 p. Auch die Sektoren Finanzdienstleistung mit 0,9% Aufschlag und die Versicherer mit 0,6% Plus sind gesucht. Deutsche Bank rät zu zyklischen Werten Die Deutsche Bank rät Anlegern, Investments in zyklische Titel zu erwägen. Ein nachhaltiges Wachstum der Beschäftigung in den USA komme solchen Aktien zugute. Engagements in Asien blieben weiter attraktiv, doch böten Titel mit einem Fokus auf die USA mehr Gelegenheit. Zyklische Aktien mit einer Ausrichtung auf die USA würden aktuell mit einem Abschlag gehandelt. Bei den Einzelbranchen hinterlässt die Empfehlung allerdings keine allzu großen Spuren: Zyklische Papiere und defensive Werte liegen in den meisten Fällen mehr oder minder gleichauf. DJG/mif/flf Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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