Staatsanleihen Griechenlands, die wegen des geplanten Schuldenschnitts derzeit von hohen Abschreibungen bedroht sind, hat hat der Schweizer Munich-Re-Konkurrent überhaupt nicht im Bestand. Auch in den Papieren der übrigen Euro-Schuldenstaaten ist die Swiss Re nur mit 74 Millionen Dollar engagiert.
Die Folgen von Hurrikan "Irene", der Ende August über die US-Ostküste hinweggezogen war, kosteten die Schweizer 100 Millionen Dollar. Zudem muss das Unternehmen für das Erdbeben in Neuseeland vom Februar tiefer in die Tasche greifen als bislang gedacht. Im dritten Quartal korrigierte das Management die Belastung um 185 Millionen auf fast 1,1 Milliarden Dollar nach oben. Für eine Explosion an einem Flottenstützpunkt auf Zypern müssen die Schweizer voraussichtlich mit 90 Millionen Dollar geradestehen.
Die Folgen der derzeitigen Überschwemmungen in Thailand kann Swiss Re noch nicht abschätzen. Allerdings warnte das Management bereits vor "gravierenden Auswirkungen auf lokale Produktionsstätten von Industrieunternehmen. Die Belastung dürfte sich bei den Schweizern im vierten Quartal niederschlagen.
Im dritten Quartal reichten die Prämieneinnahmen klar aus, um die Aufwendungen für Schäden und Verwaltung zu decken. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr von 76,4 auf 80,8 Prozent. Ohne die Auflösung von Schaden-Rückstellungen aus früheren Quartalen wäre sie allerdings noch höher ausgefallen.


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