Oettinger spreche «besser Englisch», als das in dem Video dargestellt werde, sagte Gräßle. Sie glaube, dass die Urheber «in englischsprachigen Kreisen seien, wo die Deutschfreundlichkeit überschaubar sei. 'Es gibt offenbar Menschen, die Oettinger und Deutschland die Berufung als Kommissar nicht gönnen.» Zugleich forderte sie die Verfasser auf, «ihre Kampagne einzustellen». Was dort betrieben werde, sei «ehrenrührig, unmenschlich und geschäftsschädigend».
Auch der FDP-Europaabgeordnete Michael Theurer mochte dem Video keine allzu große Bedeutung beimessen. Natürlich sei Sprachkompetenz wichtig, «damit ein Thema transportiert wird, nicht die Aussprache», sagte er dem Blatt. Es gebe in Brüssel viele prominente Politiker, «die mit starkem Akzent sprechen». Auch Theurer betonte, dass er Oettingers Englisch-Kenntnisse deutlich höher einschätzt, als das im Video transportiert wird: «Ich habe ihn mal in London eine halbe Stunde frei Englisch reden hören. Das muss man erst mal hinbekommen.»
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