DJ EU könnte Ungarn von Beihilfen abschneiden - Kreise BRÜSSEL (Dow Jones) Ungarn droht nach Aussage informierter Personen der Ausschluss von wichtigen EU-Beihilfen, wenn die Regierung es nicht schafft, die hohe Neuverschuldung einzudämmen. "Ein Ausschluss könnte teilweise oder komplett ab 1. Januar 2013 greifen", sagte der Insider. Zwar haben derzeit viele EU-Mitgliedsstaaten ein Haushaltsdefizit von mehr als 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), allerdings bezweifelt die Kommission, dass Ungarn seinen Fehlbetrag entschieden angeht. Ein Ausschluss könnte für das Land einen Ausfall von 1,7 Milliarden Euro bedeuten. Staatssekretär Zoltan Csefalvay sagte der staatlichen Nachrichtenagentur MTI, ein Ausschluss Ungarns von Beihilfen entbehre jeder Grundlage. Er versicherte, die Regierung werde 2012 und auch im kommenden Jahr die Verschuldungsregel von 3 Prozent des BIP einhalten. Das Land kämpft mit den größten Budgetproblemen seit seiner Aufnahme in die EU im Jahr 2004. Die Regierung von Premierminister Viktor Orban liegt zudem mit der EU-Kommission im Clinch, die sich an einigen umstrittenen Gesetzen stört. Die Kommission hatte deshalb Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn eingeleitet. Die Regierung verhandelt außerdem mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds über eine Notfallkreditlinie. -Von Riva Froymovich, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com DJG/DJN/chg/hab (END) Dow Jones Newswires February 22, 2012 04:25 ET (09:25 GMT) Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
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