Megha Mittal, die aus der indischen Industriellen-Familie Mittal stammt, war kurz nach der Firmenpleite eingestiegen und hatte das operative Geschäft übernommen. Die Ausrichtung Escadas sei da schon auf einem guten Weg gewesen. "Neue Lieferanten und neue Mitarbeiter im Design waren bereits an Bord, die IT wurde verbessert. Insgesamt ist Escada im vergangenen Jahr viel moderner geworden und legt mehr Wert auf das, was Frauen täglich tragen können", sagte Mittal in der Samstagsausgabe der Zeitung. Zusätzlich senkte sie die Preise im Schnitt um 30 Prozent, um neue und jüngere Käufer zu locken. Die Jahresumsätze von 2009 und 2010 blieben somit in etwa gleich. "Bei sinkenden Preisen bedeutet dies, dass mehr Frauen Escada gekauft haben."
Für die Zukunft schließt die 34-Jährige mögliche Zukäufe nicht aus. "Ich nehme genau wahr, was in der Branche passiert. Glauben Sie mir, es gibt immer Kaufgelegenheiten." Eine Ausweitung auf den Männermarkt schließt sie ebenfalls nicht aus, zuvor solle jedoch das Geschäft mit der Frauenmode perfekt machen. "Unser Ziel ist es, Frauen für alle Gelegenheiten einzukleiden." Bereits im Oktober stieg Escada ins Geschäft mit Bett- und Tischwäsche ein. Mit dem mittelfränkischen Unternehmen Erbelle Spirit wurde eine entsprechende Lizenz über fünf Jahre vereinbart. Erstmals soll die Kollektion im Februar präsentiert werden und dann in exklusiven Warenhäusern und Fachgeschäften erhältlich sein.


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