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"Es ist die grĂ¶ĂŸte UmwĂ€lzung bei VW seit langem Der «Zukunftspakt» soll Milliarden-KĂŒrzungen und Milliarden-Ausgaben ..."

Zwischen Ab- und Umbau: - VW-Spitze erklÀrt Belegschaft «Zukunftspakt»
Bild: © Der «Zukunftspakt» von Volkswagen sieht vor, dass in den kommenden Jahren an den deutschen VW-Standorten bis zu 23 000 und weltweit bis zu 30 000 Jobs wegfallen. Foto: Rainer Jensen
Zwischen Ab- und Umbau: - VW-Spitze erklÀrt Belegschaft «Zukunftspakt»
Es ist die grĂ¶ĂŸte UmwĂ€lzung bei VW seit langem. Der «Zukunftspakt» soll Milliarden-KĂŒrzungen und Milliarden-Ausgaben bei der Kernmarke ins Gleichgewicht bringen. Die Belegschaft verlangt ErklĂ€rungen.

Wolfsburg - Die FĂŒhrung von Volkswagen hat den «Zukunftspakt» mit der Kappung Zehntausender Stellen in den nĂ€chsten Jahren vor der Belegschaft verteidigt.

Konzernchef Matthias MĂŒller, Betriebsratschef Bernd Osterloh und Niedersachsens MinisterprĂ€sident Stephan Weil (SPD) erlĂ€uterten auf einer Betriebsversammlung im Wolfsburger Stammwerk die massiven KĂŒrzungen, die zugleich Mittel fĂŒr E-Autos, neue Technologien und Dienstleistungen freisetzen sollen.

MĂŒller sagte bei der nicht öffentlichen Veranstaltung, Ziel sei es, die Marke VW «effizienter, produktiver und wettbewerbsfĂ€higer» zu machen. Das anfangs zwischen Management und Betriebsrat umstrittene, ĂŒber Monate verhandelte Konzept hatten beide Seiten vor zwei Wochen vorgelegt. Nun erfuhren etwa 20 000 Mitarbeiter weitere Einzelheiten.

Osterloh versuchte, Sorgen bei den BeschĂ€ftigten zu mildern. «Der Zukunftspakt ist ein wichtiges Signal fĂŒr den Standort Deutschland und fĂŒr die Zukunft unserer Werke», sagte er laut Redemanuskript. Das Programm enthalte vor allem wichtige Schritte zum Ausbau der ElektromobilitĂ€t: «Wir haben die Produktion von zwei Elektrofahrzeugen in die deutschen Werke geholt. Und der erste rein elektrische SUV der Marke Volkswagen kommt ab 2020 aus Wolfsburg.»

Der Pakt sieht unter anderem vor, dass bis zum Jahr 2025 an den deutschen VW-Standorten bis zu 23 000 und weltweit bis zu 30 000 Jobs wegfallen. Der Autobauer will dies ohne betriebsbedingte KĂŒndigungen schaffen - etwa ĂŒber eine stĂ€rkere Nutzung von Altersteilzeit.

Der Betriebsratschef Ford erte, erste BeschĂ€ftigte sollten schon nach dem Jahreswechsel «Angebote bekommen, wie und wann sie in die Altersteilzeit gehen können». Personalvorstand Karlheinz Blessing warb um VerstĂ€ndnis fĂŒr den Jobabbau, der gleichzeitig Perspektiven in neuen Feldern schaffe: «Nutzen Sie Qualifizierungsangebote.» Zur Altersteilzeit seien ersten MitarbeitergesprĂ€che im Januar geplant. Viele Leiharbeitnehmer mĂŒssen allerdings gehen.

Parallel dazu will VW viel Geld in die ElektromobilitÀt und den Ausbau neuer Dienstleistungen stecken. Es werden zudem 9000 Stellen geschaffen, so dass sich der Netto-Abbau in Deutschland unterm Strich auf 14 000 ArbeitsplÀtze verringert. Der «Zukunftspakt» gilt als finanzieller Balanceakt, weil ungeachtet der hohen Investitionen auch die weitere BewÀltigung des Diesel-Skandals Milliardensummen bindet.

Der genaue Umfang der KĂŒrzungen ist noch unklar, ebenso die genaue Verteilung auf die Standorte. Osterloh meinte mit Blick auf E-Autos und Batterietechnik, es gebe inzwischen jedoch einen «konkreten Plan, wo in Deutschland entwickelt und gefertigt werden soll».

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