«Die Vorwürfe stehen im Raum, die Ermittlungen laufen», sagte die Sprecherin. Zugleich verwies sie darauf, dass es widersprüchliche Aussagen der Beschuldigten und auch widersprüchliche Anhaltspunkte gebe. Mit Blick auf den Strafprozess und ein Geständnis von Heininger gebe es «Verständigungsbemühungen», aber noch keine Festlegungen auf ein konkretes Strafmaß, sagte sie.
Das Nachrichtenmagazin «Focus» hatte am Sonntag unter Bezug auf ein Geständnis eines Managers der Schweizer Firma Value Partners berichtet, dass der Finanzskandal bis in die Leipziger Stadtverwaltung reiche. Dies konnte die Sprecherin nicht bestätigen. Leipzigs Ex-Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD) und Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) seien nicht involviert.
Die Wasserwerke hatten am 8. Januar ihre damaligen Geschäftsführer Klaus Heininger und Andreas Schirmer fristlos entlassen. Beide sollen ohne Zustimmung der Gremien hoch spekulative Versicherungsgeschäfte eingegangen sein, um sogenannte Cross-Border-Leasing-Geschäfte der Wasserwerke aus den vergangenen Jahren abzusichern. Das Risiko der Transaktionen soll sich auf 290 Millionen Euro belaufen, die im Ernstfall die Stadt tragen müsste.
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