Erfurter - Brand in Erfurter Gildehaus ab heute vor Gericht: Der Brand eines Restaurants im historischen Gildehaus in der Erfurter Altstadt hat ab heute ein juristisches Nachspiel. Das Landgericht Erfurt verhandelt einen Rechtsstreit zwischen der Feuerversicherung und den Mietern des Restaurants um die bisher gezahlte Versicherungssumme von 1,5 Millionen Euro.
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Das Feuer war am 17. Juli 2008 durch ein defektes Klimagerät ausgelöst worden. Die Flammen zerstörten das Erdgeschoss mit seinen historischen Sälen sowie die Küchen und Kellerräume völlig, weite Teile der Obergeschosse waren durch Rauch und Ruß stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Nach dem Brand war das Haus für 3,6 Millionen Euro saniert und modernisiert und vor vier Wochen wiedereröffnet worden.

Das Versicherungsunternehmen, bei dem die Eigentümerin des Gebäudes, die Handwerkskammer Erfurt, eine Feuerversicherung abgeschlossen hatte, fordert nun von den Mietern des Restaurants 1,5 Millionen Euro zurück.

Nach Ansicht der Versicherung war die Beleuchtung im Restaurant am Vorabend des Brandes zweimal ausgefallen. Zudem sei von Gästen Brandgeruch gemeldet worden. Beide Umstände hätten den Mietern Anlass geben müssen, den Ursachen vertieft auf den Grund zu gehen und nach Ende des Restaurantbetriebs den Strom abzuschalten.

Erfurt (ddp-lth)