EM Stocks Review: Asien gibt massiv ab
02.12.08 | 12:36 Uhr
Hongkong 02.12.2008 (www.emfis.com) Der herbe Kursrutsch an der Wallstreet hat heute die asiatischen Börsianer schlagartig daran daran erinnert, dass die globale Wirtschaftskrise noch längst nicht ausgestanden ist. Speziell aus den USA waren gestern wieder einige deprimierende Wirtschaftsdaten gekommen; unter anderem zur Industrieproduktion, die im November so stark geschrumpft ist wie bereits seit 1982 nicht mehr. Auch die gestrigen Daten zur Stimmung im produzierenden Gewerbe Chinas hinterließen einen schalen Eindruck.
In Japan knickte der Nikkei 225 um 6,4 Prozent auf 7863 Punkte ein und landete damit auf einem 2-Wochen-Tief. Die ansehnliche Erholung in der vergangenen Woche wurde so binnen eines Tages wieder ausradiert. Der breitere Topix fiel um 4,9 Prozent auf 787 Stellen. Deutliche Abschläge fanden etwa im Rohstoffsektor statt, nachdem zuvor die Rohölnotierungen auf ein Dreieinhalb-Jahres-Tief abgerutscht waren. Hier brachen etwa Inpex um 10,1 Prozent ein, Nippon Oil fielen um 9,6 Prozent und Mitsubishi Corp. um 10,1 Prozent. Im Stahlsektor rutschten Nippon Steel um 6,6 Prozent und Sumitomo Metal Industries um 8,3 Prozent ab. Daneben erwies sich auch der Exportsektor wieder als sehr empfindlich. Unter den Elektronikwerten gaben Sharp 6,5 Prozent und Sony 4,6 Prozent ab; Canon verbilligten sich um 4,3 Prozent. Im Autosektor fielen Honda um 6,9 Prozent und Toyota um 3,6 Prozent. Lediglich die Versorgeraktien zeigten sich halbwegs robust. So kamen Tokyo Electric Power mit einem Abschlag von 0,5 Prozent davon; Tokyo Gas konnten sich sogar um 4,1 Prozent verbessern.
Auch in Korea konnte man sich dem Abwärtssog durch die schwache Entwicklung in den USA heute nicht entziehen. Im Vergleich zum japanischen Nikkei schnitt der Kospi aber noch vergleichsweise gut ab. Letzterer verlor heute 3,4 Prozent auf 1023 Zähler. Zwischenzeitlich war Koreas Leitindex dabei fast auf die 1000-Punkte-Linie zurückgefallen. Hier setzten dann aber wieder erste Käufe ein. Die zyklischen Werte, die besonders von der globalen Konjunkturentwicklung betroffen sind, kamen heute am stärksten unter die Räder. Im Technologiesektor etwa gaben Samsung Electronics 4,7 Prozent und Hynix Semiconductor 5,3 Prozent ab. Auch der Autosektor sah nach den gestrigen Daten zum November-Absatz nicht gut aus. Hier verbilligten sich Hyundai Motor um 5,7 Prozent, Kia Motors gaben 7,5 Prozent ab. Die Aktie des Bauunternehmens Ssangyong Engineering & Construction schlitterte um 13,2 Prozent nach unten. Hier hat Pressemeldungen zufolge der Stahlkonzern Dongkuk Steel Mill sein Übernahmeangebot zurückgezogen. Im Finanzsektor verbilligten sich KB Financial um 3,5 Prozent. Dagegen konnten sich Shinhan Financial um 1,7 Prozent verbessern.
In Hongkong knickte der Hang Seng Index heute um 4,98 Prozent auf 13.405 Stellen ein. Dazu hatten sowohl die schlechten Vorgaben als auch die gestrigen Daten zu den Hongkonger Einzalhandelsumsätzen und zur Stimmung in der produzierenden Industrie Chinas beigetragen, die jeweils nicht besonders gut ausgesehen hatten. Deutlich unter Druck standen die Titel von HSBC, die sich um 6,4 Prozent verbilligten. Die Großbank hatte ihre Hypothekenzinssätze um bis zu 0,75 Prozent nach oben gesetzt und dies mit steigenden Finanzierungsrisiken begründet. Im China-Finanzsektor verloren China Life 4,2 Prozent und ICBC 3,8 Prozent. Auch der Immobiliensektor, der sich in den vergangenen Tagen deutlich erholt hatte, sah heute nicht gut aus. Hier gaben Sun Hung Kai Properties 5,5 Prozent und Henderson Land 5,8 Prozent ab. Die Aktie von Sino Land rutschte um 9,6 Prozent nach unten. Neben den allgemeinen Unsicherheiten über die Baukonjunktur dürften hierzu auch die Unruhen in Thailand beigetragen haben, wo etliche Hongkonger Immobilienkonzerne zahlreiche Hotels und Bürokomplexe betreiben. Die fallenden Rohölnotierungen wiederum brachten die Titel der Ölgesellschaften unter Druck. Hier gaben CNOOC 8,5 Prozent ab, PetroChina verloren 6,6 Prozent.
In Taiwan verlor der TAIEX heute 3,57 Prozent auf 4357 Punkte und kam damit vergleichsweise glimpflich davon. Dazu dürften allerdings weniger die besseren fundamentalen Aussichten für Taiwans Aktien als vielmehr die Tatsache beigetragen haben, dass die maximal möglichen Kursverluste dort auf 7 Prozent pro Tag begrenzt sind. Viele Titel, die sich heute deutlich auf dem Sinkflug befanden, blieben dadurch vor Schlimmerem bewahrt. Im Technologiesektor wirkte sich heute vor allem eine Umsatzwarnung des Chipriesen Taiwan Semiconductor besonders negativ aus. Taiwan Semiconductor brachen daraufhin um 7 Prozent ein und rissen viele weitere Hightech-Titel mit sich nach unten. Sowohl die Aktie des kleineren Konkurrenten United Microelectronics als auch die Titel der Chipunternehmen Advanced Semiconductor und Nanya Technology brachen um 7 Prozent ein. Aber auch in der Old Economy gab es zahlreiche Papiere, die um die maximal möglichen 7 Prozent fielen. Hierzu gehörten unter anderem Shin Kong Financial, SinoPac und First Steamship.
In China gab der Shanghai Composite Index heute 0,26 Prozent auf 1889 Punkte ab; der Shanghai A-Share Index fiel um 0,26 Prozent auf 1984 Zähler.
In Japan knickte der Nikkei 225 um 6,4 Prozent auf 7863 Punkte ein und landete damit auf einem 2-Wochen-Tief. Die ansehnliche Erholung in der vergangenen Woche wurde so binnen eines Tages wieder ausradiert. Der breitere Topix fiel um 4,9 Prozent auf 787 Stellen. Deutliche Abschläge fanden etwa im Rohstoffsektor statt, nachdem zuvor die Rohölnotierungen auf ein Dreieinhalb-Jahres-Tief abgerutscht waren. Hier brachen etwa Inpex um 10,1 Prozent ein, Nippon Oil fielen um 9,6 Prozent und Mitsubishi Corp. um 10,1 Prozent. Im Stahlsektor rutschten Nippon Steel um 6,6 Prozent und Sumitomo Metal Industries um 8,3 Prozent ab. Daneben erwies sich auch der Exportsektor wieder als sehr empfindlich. Unter den Elektronikwerten gaben Sharp 6,5 Prozent und Sony 4,6 Prozent ab; Canon verbilligten sich um 4,3 Prozent. Im Autosektor fielen Honda um 6,9 Prozent und Toyota um 3,6 Prozent. Lediglich die Versorgeraktien zeigten sich halbwegs robust. So kamen Tokyo Electric Power mit einem Abschlag von 0,5 Prozent davon; Tokyo Gas konnten sich sogar um 4,1 Prozent verbessern.
Auch in Korea konnte man sich dem Abwärtssog durch die schwache Entwicklung in den USA heute nicht entziehen. Im Vergleich zum japanischen Nikkei schnitt der Kospi aber noch vergleichsweise gut ab. Letzterer verlor heute 3,4 Prozent auf 1023 Zähler. Zwischenzeitlich war Koreas Leitindex dabei fast auf die 1000-Punkte-Linie zurückgefallen. Hier setzten dann aber wieder erste Käufe ein. Die zyklischen Werte, die besonders von der globalen Konjunkturentwicklung betroffen sind, kamen heute am stärksten unter die Räder. Im Technologiesektor etwa gaben Samsung Electronics 4,7 Prozent und Hynix Semiconductor 5,3 Prozent ab. Auch der Autosektor sah nach den gestrigen Daten zum November-Absatz nicht gut aus. Hier verbilligten sich Hyundai Motor um 5,7 Prozent, Kia Motors gaben 7,5 Prozent ab. Die Aktie des Bauunternehmens Ssangyong Engineering & Construction schlitterte um 13,2 Prozent nach unten. Hier hat Pressemeldungen zufolge der Stahlkonzern Dongkuk Steel Mill sein Übernahmeangebot zurückgezogen. Im Finanzsektor verbilligten sich KB Financial um 3,5 Prozent. Dagegen konnten sich Shinhan Financial um 1,7 Prozent verbessern.
In Hongkong knickte der Hang Seng Index heute um 4,98 Prozent auf 13.405 Stellen ein. Dazu hatten sowohl die schlechten Vorgaben als auch die gestrigen Daten zu den Hongkonger Einzalhandelsumsätzen und zur Stimmung in der produzierenden Industrie Chinas beigetragen, die jeweils nicht besonders gut ausgesehen hatten. Deutlich unter Druck standen die Titel von HSBC, die sich um 6,4 Prozent verbilligten. Die Großbank hatte ihre Hypothekenzinssätze um bis zu 0,75 Prozent nach oben gesetzt und dies mit steigenden Finanzierungsrisiken begründet. Im China-Finanzsektor verloren China Life 4,2 Prozent und ICBC 3,8 Prozent. Auch der Immobiliensektor, der sich in den vergangenen Tagen deutlich erholt hatte, sah heute nicht gut aus. Hier gaben Sun Hung Kai Properties 5,5 Prozent und Henderson Land 5,8 Prozent ab. Die Aktie von Sino Land rutschte um 9,6 Prozent nach unten. Neben den allgemeinen Unsicherheiten über die Baukonjunktur dürften hierzu auch die Unruhen in Thailand beigetragen haben, wo etliche Hongkonger Immobilienkonzerne zahlreiche Hotels und Bürokomplexe betreiben. Die fallenden Rohölnotierungen wiederum brachten die Titel der Ölgesellschaften unter Druck. Hier gaben CNOOC 8,5 Prozent ab, PetroChina verloren 6,6 Prozent.
In Taiwan verlor der TAIEX heute 3,57 Prozent auf 4357 Punkte und kam damit vergleichsweise glimpflich davon. Dazu dürften allerdings weniger die besseren fundamentalen Aussichten für Taiwans Aktien als vielmehr die Tatsache beigetragen haben, dass die maximal möglichen Kursverluste dort auf 7 Prozent pro Tag begrenzt sind. Viele Titel, die sich heute deutlich auf dem Sinkflug befanden, blieben dadurch vor Schlimmerem bewahrt. Im Technologiesektor wirkte sich heute vor allem eine Umsatzwarnung des Chipriesen Taiwan Semiconductor besonders negativ aus. Taiwan Semiconductor brachen daraufhin um 7 Prozent ein und rissen viele weitere Hightech-Titel mit sich nach unten. Sowohl die Aktie des kleineren Konkurrenten United Microelectronics als auch die Titel der Chipunternehmen Advanced Semiconductor und Nanya Technology brachen um 7 Prozent ein. Aber auch in der Old Economy gab es zahlreiche Papiere, die um die maximal möglichen 7 Prozent fielen. Hierzu gehörten unter anderem Shin Kong Financial, SinoPac und First Steamship.
In China gab der Shanghai Composite Index heute 0,26 Prozent auf 1889 Punkte ab; der Shanghai A-Share Index fiel um 0,26 Prozent auf 1984 Zähler.
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