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EM Stocks Review: Asien durchwachsen - Hongkong robust

01.12.2008 | 12:38 Uhr

Hongkong 01.12.2008 (www.emfis.com) Nach den durchaus ansehnlichen Kursgewinnen in der vergangenen Woche war die Stimmung an den asiatischen Börsen heute wieder sehr zurückhaltend. Viele Anleger waren fest davon ausgegangen, dass es zu einer Welle von Gewinnmitnahmen kommen werde. Auch die Daten, die am Freitag vom US-Arbeitsmarkt und aus dem dortigen Einzelhandel gekommen waren, stimmten nicht unbedingt optimistisch. Insbesondere an den Börsen jener Länder, die stark von Exporten in den

Hongkong 01.12.2008 (www.emfis.com) Nach den durchaus ansehnlichen Kursgewinnen in der vergangenen Woche war die Stimmung an den asiatischen Börsen heute wieder sehr zurückhaltend. Viele Anleger waren fest davon ausgegangen, dass es zu einer Welle von Gewinnmitnahmen kommen werde. Auch die Daten, die am Freitag vom US-Arbeitsmarkt und aus dem dortigen Einzelhandel gekommen waren, stimmten nicht unbedingt optimistisch. Insbesondere an den Börsen jener Länder, die stark von Exporten in den Westen abhängig sind, ging es heute dementsprechend wieder nach unten. Im Gegensatz dazu waren allerdings die Börsen in China, Taiwan und Hongkong robust. Hier freute man sich weiter über die Leitzinssenkung Chinas in der vergangenen Woche und über weitere Konjunkturstützungspakate der jeweiligen Regierungen.

Nach der deutlichen Erholung in der vergangenen Woche sah man die Dinge heute in Japan wieder sehr nüchtern. Viele Investoren sahen die Zeit für Gewinnmitnahmen gekommen, die heute in erster Linie die zyklischen Werte trafen, die sich in den vergangenen Handelstagen gut erholt hatten. Der Nikkei 225 gab heute 1,4 Prozent auf 8397 Punkte ab; der breitere Topix fiel um 0,9 Prozent auf 827 Zähler. Schlechte Nachrichten gab es vor allem für die Autoindustrie. Der Automobilabsatz auf dem Heimatmarkt war im November auf Jahressicht um 27,3 Prozent eingebrochen. Dies brachte etwa die Aktie von Toyota um 1,8 Prozent nach unten; Suzuki Motor brachen um 8,1 Prozent ein. Die Aktie von Honda Motor fiel um 2,9 Prozent. Ein Manager des Konzerns hatte zuvor dargelegt, dass Honda Schwierigkeiten haben werde, auch die bereits nach unten angepassten Prognosen zu erreichen. Unter den Technolopgiewerten verbilligten sich Advantest um 3,1 Prozent, Fujitsu verloren 2,2 Prozent und Toshiba um 5,5 Prozent. Gut behauptet zeigte sich hingegen der Telekomsektor. Hier stiegen NTT DoCoMo nach positiven Analysten-Kommentaren von Credit Suisse und UBS um 3,7 Prozent; Softbank legten 3,2 Prozent zu, KDDI verbesserten sich um 0,2 Prozent.

Auch in Korea war das Sentiment heute nicht besonders stark. Nach vier Handelstagen mit Aufschlägen gin es mit dem Kospi um 1,62 Prozent nach unten auf 1058 Punkte. Interessanterweise gehörten die Auslandsanleger heute abermals zu den Käufern. Diese waren es, die den koreanischen Aktienmarkt in den letzten Monaten mit massiven Verkäufen ganz besonders nach unten gedrückt hatten. Gemieden wurden unter anderem die Titel der Stahlhersteller, nachdem mehrere von ihnen zuletzt Preissenkungen angekündigt hatten. Dies brachte etwa die Aktie des Stahlriesen Posco um 1,91 Prozent nach unten. Hyundai Motor fielen um 1,2 Prozent; die Aktie des Baukonzerns Hyundai Engineering verbilligte sich um 0,2 Prozent. Im Technologiesegment fielen Samsung Electronics um 2,0 Prozent. Dagegen konnten sich Hynix Semiconductor um 2,6 Prozent verbessern. Die Marktteilnehmer gingen hier davon aus, dass der unter der Halbleiterkrise leidende Konzern demnächst erfolgreich eine neue Finanzierungsrunde abschließen wird. Auch die Aktien der Brokerhäuser waren gesucht. Hier hing noch die gute Performance aus der letzten Woche nach, die hoffen ließ, dass sich auch die Gewinne der Investmentfirmen bald erholen dürften. Daewoo Securities etwa zogen um 9,5 Prozent an; Woori Investment sprangen sogar um 10,1 Prozent nach oben.

Im Vergleich zu den Börsen in Korea und Japan ging es heute in Hongkong weiter aufwärts. Hilfreich war dabei insbesondere eine positive Performance an den chinesischen Inlandsbörsen. Zudem rechneten die Anleger weiterhin damit, dass die chinesische Leitzinssenkung dem Immobiliensektor sehr positive Impulse bringen werde. Dies verschaffte dem Hang Seng Index heute einen Kursgewinn von weiteren 1,6 Prozent auf 14.108 Zähler. Damit wurde zugleich auch die 14.000-Punkte-Linie wieder überwunden. Besonders gesucht waren weiterhin Titel aus dem chinesischen Immobiliensektor. Hier schossen Guangzhou R&F um 12,8 Prozent nach oben; China Overseas Land stiegen um 9,7 Prozent und Country Garden um 8,4 Prozent. Unter den Hongkonger Immobilienwerten verteuerten sich Henderson Land um 1,4 Prozent und Wharf um 1,6 Prozent. Sun Hung Kai legten nach Veröffentlichung der Wochenend-Umsätze mit Wohneinheiten aus einem Luxus-Immobilienprojekt 1,5 Prozent zu. Im Rohstoff- und Baustoffsektor zogen Angang Steel um 5,5 Prozent und China National Building Materials um 5,2 Prozent an. Zuvor hatte eine chinesische Provinz bekanntgegeben, sich für die umfangreichen bevorstehenden Bauprojekte große Lagerbestände an Baumaterialien zuzulegen. Im Finanzsektor verbesserten sich ICBC um 4,0 Prozent und China Construction Bank um 4,7 Prozent. Die Aktie der Hongkonger Standard Chartered Bank gewann 2,1 Prozent hinzu, obwohl Morgan Stanley zuvor ihre Einstufung ?underperform? bekräftigt hatten.

Auch der Markt in Taiwan zeigte sich in einer besseren Verfassung als andere asiatische Pendants. Hier konnte sich der TAIEX um 1,3 Prozent auf 4518 Zähler verbessern. Gestützt wurde der Markt von üppigen Kursaufschlägen im Finanzsektor. Der neue Chef der taiwanesischen Finanzaufsicht hatte zuvor erklärt, dass über noch umfangreichere Staatshilfen für den Bankensektor nachgedacht werde. Taishin Financial schossen daraufhin um die in Taipeh maximal möglichen 7 Prozent nach oben; Yuanta Financial und Mega Financial stiegen ebenfalls um 7 Prozent. Die Aktie von Cathay Financial legte 2,6 Prozent zu. Gefragt waren daneben die Titel aus dem Transport- und Touristiksegment. China Airlines und EVA Air zogen jeweils um 7 Prozent an, Ambassador Hotel gewannen ebenfalls 7 Prozent hinzu. Auch im Technologiesektor ließen sich etliche Anleger von der jüngsten Erholung zu weiteren Käufen verleiten. Dies verschaffte etwa Acer einen Aufschlag von 1,9 Prozent; Asustek stiegen um 0,1 Prozent. Dagegen blieb man für den Halbleitersektor zurückhaltend. Hier schlossen Taiwan Semiconductor unverändert bei 40,80 NT$, United Microelectronics gaben 1,2 Prozent ab.

In China stieg der Shanghai Composite Index um 1,25 Prozent auf 1894 Punkte; der Shanghai A-Share Index verbesserte sich um 1,25 Prozent auf 1989 Stellen.

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