Der Einsatz von «Stabilisatoren» sei in Berlin kein Einzelfall, sondern «eine bewährte taktische Maßnahme bei Veranstaltungen mit hohem Gefährdungspotenzial», sagte ein Polizeisprecher dem «Spiegel». Dabei gehe es nach Angaben eines Berliner Polizeigewerkschafters darum, Plätze mit zuverlässigen Personen zu besetzen: «Die Polizeischüler sollen nicht eingreifen, aber wo sie stehen, kann ja kein anderer stehen.»
Kisseler hatte den Angaben zufolge in ihrem Brief auch angeregt, zusätzlich Polizeischüler der Bundespolizei anzufordern. Die Bundespolizei habe den Wunsch jedoch abgelehnt. Gegen einen Einsatz, so begründete das Bundesinnenministerium die Absage, spreche schon die Fürsorgepflicht für die nicht voll ausgebildeten Polizeianwärter.
Polizeigewerkschafter kritisierten die Aktion beim «Fest der Freiheit»: Anwärter dürften für taktische Maßnahmen nicht eingesetzt werden. Zudem sei es wenig sensibel, ausgerechnet bei der Feier zum Mauerfall normales Publikum durch angehende Polizisten in Zivil zu ersetzen.
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