Ein gemeinsamer Kurs: Die niedersächsische Landesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge die Medien des Landes beim Thema Integration auf einen gemeinsamen Kurs verpflichten. Die neue Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Aygül Özkan (CDU), hat deshalb eine «Mediencharta für Niedersachsen» entwerfen lassen, berichtet die «Nordwest-Zeitung» (Oldenburg) laut einem Vorabbericht.
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Alle Unterzeichner sollen sich danach verpflichten, «den Integrationsprozess in Niedersachsen nachhaltig zu unterstützen».

Dem Bericht zufolge verlangt das Ministerium von den Medien eine schriftliche Erklärung, wonach sie künftig beim Thema Integration eine kultursensible Sprache anwenden. Außerdem sollen sich die Medien nach Wunsch der neuen Ministerin dahin erklären, entsprechende Projekte zu entwickeln, über die sie künftig berichten wollen.

Die noch von Ex-Regierungschef Christian Wulff (CDU) berufene Ministerin hatte bereits einmal, noch vor ihrer Vereidigung, für Schlagzeilen gesorgt, als sie die Verbannung religiöser Symbole aus Klassenzimmern forderte, also auch das Abhängen von Kruzifixen. Sie nahm diese Äußerung nach großer Aufregung in ihrer eigenen Partei dann öffentlich zurück.

ddp