«Erste Trends deuten darauf hin, dass die Umweltzonen zu einer verminderten Luftbelastung führen und damit die erhoffte Wirkung haben», sagte Uhlenberg, ohne genaue Zahlen zu nennen. Bis zum Herbst lasse die Regierung eine «gründliche, wissenschaftliche begleitete Auswertung» vornehmen. «Auf der Grundlage dieser Ergebnisse können wir dann entscheiden, ob wir die Umweltzonenregelungen verändern müssen», sagte der Minister.
Zuletzt waren zum 1. Januar 2010 auch in Bonn und Münster Umweltzonen in den Innenstädten eingerichtet worden. In Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Mülheim an der Ruhr, Dortmund und Recklinghausen waren bereits am 1. Oktober 2008 Umweltzonen in Kraft getreten. Um sie befahren zu dürfen, benötigen Autobesitzer für ihr Fahrzeug eine grüne, gelbe oder rote Plakette. Die Einteilung orientiert sich an der europäischen Abgasnorm.
Anfang 2008 hatte Köln als erste nordrhein-westfälische Kommune eine Umweltzone eingerichtet. In Düsseldorf und Wuppertal gibt es seit dem 15. Februar 2009 Umweltzonen.
Umweltzonen sind Teil der Luftreinhaltepläne, mit denen die Luftqualität gerade in den innerstädtischen Bereichen verbessert werden soll. Autofahrer müssen mit 40 Euro Bußgeld und einem Punkt im Flensburger Bundeszentralregister rechnen, wenn ihre Fahrzeuge ohne zugelassene Plakette oder Ausnahmegenehmigung in einer Umweltzone angetroffen werden.
Die Umweltzone etwa in Düsseldorf ist nach Ansicht von Umweltschützern zu klein. Wie der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unlängst mitteilten, ist die Fahrverbotszone für besonders umweltschädliche Autos nicht groß genug, um überhaupt eine ausreichende Wirkung zu entfalten. Die für die hohe Belastung beim Feinstaub und den Stickoxiden mitverantwortliche Binnenschifffahrt werde beispielsweise bislang geschont. Auch der ADAC hält die Umweltzonen für wirkungslos. Der Lobbyverband der Autofahrer bemängelt, die Luftqualität sei in Gebieten ohne Zonen nicht schlechter.
Deutlich mehr Umweltzonen könnte es in NRW geben, falls es bei der Landtagswahl am 9. Mai zu einem rot-grünen Machtwechsel kommt. Sozialdemokraten und Grüne haben bereits angekündigt, das Instrument der Umweltzonen konsequenter anzuwenden.
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