Noch bis mindestens Ende 2011 gehört das Unternehmen mehrheitlich zum Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS. Der sucht nach Angaben seines Chefs Louis Gallois aber Investoren für das Unternehmen. Lonsinger deutete an, dass die PAG-Kompetenz in der Kohlefasertechnologie auch Käufer außerhalb der Luftfahrt anlocken könnte. "Industriestrategisch sind wir sehr interessant", sagte er. Tatsächlich steht nicht nur der Flugzeugbau, sondern auch die Automobilherstellung vor dem serienmäßigen Einsatz leichter Bauteile aus Kohlefaserverbundstoffen. Vor allem BMW, aber auch Audi und Daimler wollen den Werkstoff verwenden.
Die PAG wurde Ende 2008 aus drei Werken von Airbus und EADS geformt. Für das erste Geschäftsjahr 2009 der neuen Gruppe zog Lonsinger eine gemischte Bilanz: Mit 1,1 Milliarden Euro lag der Umsatz zwar zehn Prozent über der veröffentlichten Prognose. Intern gingen die noch vor der Wirtschaftskrise erstellten Planungen aber von 1,4 Milliarden Euro Umsatz aus. Das Ziel der "schwarzen Null" beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern und beim Nettoergebnis sei durch Sonderabschreibungen und höhere Personalkosten leicht verfehlt worden. "Wir streben die schwarze Null jetzt für 2010 bei einem stabilen Umsatz an." 2011 soll dann ein deutlicher Gewinn erzielt werden. 2010 und 2011 seien noch Übergangsjahre, um die Abläufe in den Werken neu aufzustellen.


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