Durchsuchungen bei rechtsextremer Kameradschaft in Ostbrandenburg: Die Polizei hat am Freitagmorgen Objekte der rechtsextremistischen «Kameradschaft Märkisch Oder Barnim» (KMOB) in Ostbrandenburg durchsucht. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass sich die KMOB 'gegen die verfassungsmäßige Ordnung und gegen die Gedanken der Völkerverständigung richtet», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt (Oder). In den vergangenen Wochen habe sie sich zudem durch Mitglieder des in Berlin verbotenen Vereins «Frontbann 24» sowie der «Freien Nationalisten Uckermark» verstärkt.
Vergrößern Durchsuchungen bei rechtsextremer Kameradschaft in Ostbrandenburg | Bild: © ad-hoc-news

Mehr als 130 Beamte durchsuchten laut Polizei zeitgleich über 20 Objekte - darunter Wohnungen, Garagen und Wirtschaftsgebäude. Bei der Aktion im Auftrag des brandenburgischen Innenministeriums seien zahlreiche Gegenstände sichergestellt worden. Einzelheiten will Frankfurts Polizeipräsident Arne Feuring auf einer Pressekonferenz am Mittag (13.00 Uhr) bekanntgeben.

Bei der KMOB handelt es sich um einen nach bisherigen Erkenntnissen am 1. Januar 2007 gegründeten Zusammenschluss von derzeit 20 Personen, der im Sinne des bundesdeutschen Vereinsgesetzes einen Verein darstellt, wie der Polizeisprecher erläuterte. Eine Eintragung in das Vereinsregister sei aber nicht erfolgt. Bisher hätten Mitglieder der KMOB insgesamt 16 Straftaten begangen, darunter Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Volksverhetzung

Die KMOB hatte seit Mai mehrere Aufmärsche in Ostbrandenburg organisiert, darunter in Bernau, Eberswalde, Bad Freienwalde und Strausberg. In fast allen Fällen gelang es dem Bündnis «Brandenburg Nazifrei», die Demonstrationen zu blockieren oder ganz zu verhindern.

(folgt Zusammenfassung bis 16.00 Uhr; ca. 45 Zeilen)

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