Duisburg (dapd-nrw). Die Duisburger CDU will die politische Zukunft des umstrittenen Oberbürgermeisters Adolf Sauerland (CDU) rasch klären. Man schlage den 29. Januar 2012 als Termin für den Bürgerentscheid über die Abwahl des OB vor und komme damit dem Wunsch der Bürgerinitiative 'Neuanfang für Duisburg' entgegen, erklärten die CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Vogt und der CDU-Parteivorsitzende Thomas Mahlberg am Dienstag.
Die Stadtverwaltung habe damit über zwei Monate Zeit, die Wahl mit der nötigen Sorgfalt vorzubereiten, hieß es. Man wolle nun 'ohne Zögern in das offizielle Verfahren treten, um der Stadt eine monatelange Hängepartie zu ersparen', betonten die beiden CDU-Politiker.
Am Montag hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass die Bürgerinitiative genügend gültige Unterschriften für die Einleitung des Abwahlverfahrens vorgelegt hatte. Bei dem Bürgerentscheid müsste eine Mehrheit von mindestens 92.000 Bürger - das entspricht einem Viertel der Wahlberechtigten - für die Abwahl stimmen.
Sauerland war wegen seines Verhaltens im Zusammenhang mit dem Unglück auf der Duisburger Loveparade in die Kritik geraten. Nach der Massenpanik mit 21 Toten und mehr als 500 Verletzten vom Juli 2010 hatte das Stadtoberhaupt die Verantwortung für den Vorfall bestritten und einen Rücktritt abgelehnt. Eine Abwahl im Stadtrat scheiterte, weil nicht die notwendige Mehrheit der Stimmen erreicht wurde.
dapd


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